Was steckt hinter Software? Der „Chaos Computer Club Aachen” sagts

Von: Svenja Pesch
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Reichlich Infos über Fluch un
Reichlich Infos über Fluch und Segen der virtuellen Welten: Beim Chaos Computer Club Aachen lernten und lernen interessierte Schüler wieder eine Menge. das Hintergrundwissen über Internet und Co. ist nämlich erschreckend gering. Das birgt Gefahren. Foto: Kurt Bauer

Aachen. Das Bild mag für den einen oder anderen zunächst vielleicht etwas seltsam sein. Wobei es wohl eher diejenigen verwundern wird, die in unserer medialen Welt nicht ganz so selbstverständlich „auf der digitalen Welle” mitsurfen.

Denn in den Räumen des „Chaos Computer Club Aachen e.V.” (CCCAC) fällt vor allem eins auf: Computer. In allen Varianten. Angefangen von den alten Schätzen mit einer langen Röhre aus der „Steinzeit” bis hin zu „hippen” Laptops. Wobei die ja auch schon irgendwie von gestern sind. Tablet-PC sind angesagter. Im Hintergrund läuft Musik, die schwer an die Melodie des bekannten Spiels „Tetris” erinnert.

Aber das dient lediglich als I-Tüpfelchen, denn das, was der Club macht, hat rein gar nichts damit zu tun, virtuelle Klötzchen aufeinander zu bauen, sondern ist vor allem eins: Richtig interessant und hilfreich.

Die Mitglieder tüfteln, entwickeln und forschen nämlich mit einem ganz bestimmten Ziel, wie Oliver Delpy erzählt: „Unseren Club hier in Aachen gibt es seit 2009, wir haben einfach Spaß an elektronischen Geräten und probieren gerne Neues aus.” Das Besondere daran ist aber, dass die 23 Mitglieder ihr Wissen weitergeben möchten, weshalb sie schon zum dritten Mal das Projekt „Chaos Schule” anbieten. Es richtet sich vor allem an interessierte Schüler der Oberstufe. Die Themen sind sehr vielfältig. „Wir bieten Kurse in Kryptografie, Robotik und Web-Security an. In kleinen Gruppen erklären wir den Jugendlichen, wie bestimmte Sachen funktionieren und wie man sicher im Web unterwegs ist”, ergänzt Delpy. Das Ganze geht über einen Zeitraum von etwa zwei Monaten.

Aber klappt der Umgang mit Netz und PC heutzutage bei den Jugendlichen nicht ohnehin einwandfrei? Schließlich ist doch so ziemlich jeder von ihnen am „posten”, „twittern” oder „googeln”? „Naja, das stimmt zwar, aber dennoch herrscht doch in vielen Bereichen Unwissenheit”, meint Daniel Lütkehermölle. „Wir möchten, dass der Mensch die Technik bestimmt und nicht umgekehrt. Über Spiele haben die Jugendlichen eine Menge Wissen, aber was das Programmieren angeht und den sicheren Umgang mit dem Internet, da ist das Vorwissen schwach. Und die meisten Gefahren entstehen durch Unwissenheit. Ich vergleiche das Internet mit einer dunklen Straße mit vielen Türen. Hinter welcher Tür was ist, muss man erst lernen.”

Technik demokratisieren und die User weiterbringen - dieser Aufgabe widmet sich der CCCAC mit viel Engagement. Und dass dabei beeindruckende wie auch witzige Sachen rauskommen, demonstriert Fabian Kiendl. Sei es die Computermaus am Stromzähler, die genau anzeigt, wie der Zählerstand ist, oder ein Mini-Computerboard, das einen Chip enthält und verdeutlicht, wie einfach im Grunde genommen das Programmieren sein kann. An Ideen und Kreativität mangelt es nicht. Und wessen Ehrgeiz und Wissensdurst nun geweckt ist, der kann sich ab sofort für das Projekt „Chaos Schule” anmelden. Am Montag, 5. November, um 18 Uhr findet die Gruppenaufteilung und Themenwahl statt. Die Erwartungen an die Teilnehmer sind lediglich Grundkenntnisse im Programmieren.

Ein Laptop wäre wünschenswert, da nur begrenzt Rechner zur Verfügung stehen. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldeformular sowie weitere Infos auf der Webseite des Clubs.
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