Aachen - Was heißt hier behindert? In der Manege sind alle spielend dabei

Was heißt hier behindert? In der Manege sind alle spielend dabei

Von: Hannah Hillermann
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Der Aufwand hat sich gelohnt: Bei der Abschlusspräsentation der „ViTa Ferienspiele“ zeigten die jungen Artisten, was sie beim Zirkus Configurani gelernt hatten. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Nervöse Spannung liegt in der Luft. Dann öffnet sich der rote Vorhang, bunte Tücher fliegen durch die Luft, laute Musik erklingt – und die Abschlusszirkusshow der inklusiven ViTa Ferienspiele beginnt. 24 Kinder von fünf bis zwölf Jahren, sowohl mit als auch ohne Behinderung, haben sich eine Woche lang auf diesen Auftritt vorbereitet.

Betreut wurden sie dabei von vier pädagogisch geschulten Kräften von ViTa, dem familienunterstützenden Dienst des Vinzenz- Heimes. Dieser bietet Freizeitgestaltung für Familien mit behinderten Kindern an, die pädagogisch und pflegerisch geleitet wird, die Ferienspiele, die dieses Jahr das dritte Mal angeboten werden, sind hier nur eins von vielen Angeboten. „Wir wollen vor allem die Eltern ein wenig entlasten“, erklärt Gabriele Heyn, Ansprechpartnerin für ViTa, „und den Kindern schöne Freizeitangebote bieten.“

In dieser Aktion, geleitet und vorbereitet von Meike Heyn, soll vor allem auch der Inklusionsgedanke mit eingebracht werden. Das Angebot richtet sich sowohl an behinderte als auch nichtbehinderte Kinder, auch solche mit schweren Behinderungen werden hier spielend leicht integriert.

„Die Kinder sind super miteinander klargekommen“, erzählt Rachel von Münchow, eine der drei Referentinnen des Zirkus Configurani, einem Projekt des Viktoria- Gymnasiums Aachen. „Es war total entspannt und alle Kinder wollten was lernen und waren mit Freude dabei.“ Sie und ihre beiden Kolleginnen Maureen Lomb und Anna Graus vom Zirkus Configurani übten drei Tage lang mit den Kindern Kunststücke und Choreographien ein, die diese dann mit sichtlich großem Spaß ihren Eltern, Geschwistern und Großeltern vorführen.

In selbstgemalten Zirkus Configurani T- Shirts moderieren sich die Kinder selbst an und dann geht das Spektakel unter großem Applaus los. Hier wird mit Tüchern jongliert, dort mit Bällen geworfen, dann fliegen Diabolos durch die Luft und fünf Hula Hoops schwingen gleichzeitig, die Kinder sind mit sichtlich großem Spaß dabei. Im großen Finale wird über Matten gehüpft, Räder werden geschlagen und Purzelbäume gemacht. Zum Schluss formieren sich alle noch zu einer großen Menschenpyramide. Tosender Applaus belohnt diese Darbietung, auch die Eltern sind begeistert, was hier auf die Beine gestellt wurde.

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