Wartehäuschen: Nächste Woche soll alles stehen

Von: sh
Letzte Aktualisierung:
12048670.jpg
In den letzten Zügen: Bis kommende Woche sollen alle Fahrgastunterstände in Aachen erneuert sein. Die Haltestelle Karlsgraben an der Jakobsstraße gehört zu den wenigen Stellen, an denen das neue Bushäuschen diese Woche noch fehlte. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Bauzäune statt Bushäuschen: Bis Donnerstag war der neue Fahrgastunterstand an der Haltestelle „Karlsgraben“ an der Jakobsstraße noch nicht errichtet worden. Eine Momentaufnahme, die sich in wenigen Tagen schon der Vergangenheit angehören soll.

Seit Jahresbeginn läuft die riesige Austauschaktion entlang Aachens Straßen. Das ambitionierte Ziel lautete: Innerhalb kürzester Zeit wollte man alle 432 alten Bushäuschen ab- und bis Ende März die Neuen aufbauen. Dieses Ziel hat das verantwortliche niederländische Unternehmen Reclamebureau Limburg (RBL), das als neuer Vermarkter der Werbeflächen in Aachen den langjährigen Partner der Stadt JCDecaux abgelöst hat, knapp verfehlt.

Trotzdem zieht RBL-Media-Geschäftsführer Bernd Kloes, dessen Firma mit Sitz in Hückelhoven den Austausch vor Ort in Aachen verantwortet, eine durchweg positive Zwischenbilanz. Man sei in den letzten Zügen, teilte er am Donnerstag auf AZ-Anfrage mit. „Nächste Woche sind wir durch.“ Die leichte Verzögerung sei einer kurzen Frostperiode kurz nach Beginn des Austauschs am 11. Januar geschuldet.

Voraussichtlich am 15. April, also kommende Woche Freitag, soll das letzte neue Bushäuschen aufgestellt und damit die XXL-Austauschaktion abgeschlossen sein. Zumindest fast. Denn RBL hat auch die Vermarktung der rund 120 Reklamevitrinen – Citylights genannt – übernommen. Hier laufe die Umrüstung nach Plan, gut 40 Aufsteller seien mittlerweile installiert, teilte Kloes mit.

Auf der Homepage der Stadt Aachen konnte man in den vergangenen Monaten verfolgen, wie der Austausch der Fahrgastunterstände vorangeht. Laut der letzten Aktualisierung stand am 5. April noch der Aufbau von etwa 30 Bushäuschen quer durchs Stadtgebiet aus. „Unser Plan, dies in drei Monaten durchzuziehen, war von vornherein richtig sportlich“, stellte Kloes am Donnerstag noch einmal klar.

Das man diesen nun im Großen und Ganzen einhalten werde, bewertet der Geschäftsführer als Erfolg. Andere deutschen Städte, die in der Vergangenheit einen ähnlichen Austausch stemmen mussten, hätten für das gesamte Prozedere ein Jahr und länger gebraucht. „Wir haben nun in Aachen bewiesen: Es geht deutlich schneller“, so Kloes, der dies auch der guten Zusammenarbeit mit der Stadt zuschreibt.

Trotzdem gab es in den vergangenen Monaten auch immer mal wieder Kritik. Der Austausch musste aus vertraglichen Gründen in der nasskalten Winterzeit stattfinden. Das bedeutete mitunter, das Kunden der Aseag an einigen Haltepunkten mehrere Wochen Wind und Wetter ausgesetzt waren, wenn sie auf dem Bus warteten.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert