Warnstreik bei Talbot: 140 Mitarbeiter ziehen vor die Werkstore

Von: stm
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Warnschuss der IG Metall bei Talbot: 140 Mitarbeiter standen am Montag vor den Toren. Foto: privat

Aachen. Es war ein erster Warnschuss von überschaubarer Dauer. Dennoch: Die Mitglieder der IG Metall haben am Montag schon einmal gezeigt, dass sie zum Arbeitskampf bereit sind. Von 9 Uhr an legten Beschäftigte der Talbot Services an der Jülicher Straße die Arbeit nieder und postierten sich vor den Werkstoren.

Eine Dreiviertelstunde dauerte der Ausstand. Achim Schyns, 1. Bevollmächtigter der Gewerkschaft in Aachen, zeigte sich anschließend vollauf zufrieden. Rund 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Talbot machten beim Warnstreik mit: „Das ist die bislang beste Beteiligung“, freute sich Schyns.

Für die Arbeitgeberseite sollte das Ganze ein Schuss vor den Bug sein. Die bisherigen Verhandlungsrunden im Tarifsreit endeten bislang kläglich. Nich einmal ansatzweise gab es eine Annäherung. Bei der ersten Runde hatten die Arbeitgeber 0,9 Prozent mehr Geld für ein Jahr angeboten. Schyns: „Das war eine glatte Proviokation.“

In der zweiten Runde boten die Arbeitgeber dann 2,1 Prozent für zwei Jahre. „Also fast das Gleiche“, ärgert sich der Gewerkschafter. Anschließend wurde nicht einmal ein neuer Gesprächstermin vereinbart. Die IG Metall fordert ein Plus von fünf Prozent beim Gehalt für zwölf Monate.

Die Warnstreikaktionen sollen auch am Dienstag und Mittwoch in Aachen und Umgebung weitergehen. Welche Betriebe betroffen sein werden, will die Gewerkschaft naturgemäß noch nicht sagen. Klar ist aber: Den kurzzeitigen Aktionen könnten schon bald weitaus umfangreichere folgen.

Die nächste „Eskalationsstufe“, sagte Schyns, seien ganztägige Streiks bei „ausgewählten Unternehmen“. Und wenn das dann immer noch nichts helfe, dann könnte es zur Urabstimmung an die Urnen gehen. Das würde dann wohl einen heißen Streiksommer in der Metall- und Elektrobranche auch in Aachen bedeuten.

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