Warmer Geldregen hilft der jecken Jugendarbeit

Von: Gerd Simons
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Wichtige Nachwuchsarbeit: Harry Ebert (Mitte mit Mikro) überreichte mit den Juroren an die Vereinsvertreter die symbolischen Schecks. Foto: Nina Krüsmann

Aachen. Warmer Geldregen für sechs Aachener Karnevalsvereine: Im Rahmen der 5. Preisverleihung sind die 1. Forster KG „Närrische 11“, die Große Eilendorfer KG, Regenbogen Venezia, die KG Hooreter Frönnde, die KG Bröselspetze Verlautenheide und die KG Orjenal Mönster Jonge mit dem Öcher Karnevals-Kulturpreis 2016 (ÖKK) ausgezeichnet worden.

Eine mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Medien hochkarätig besetzte, köpfige Jury hatte die Preisträger in einer geheimen Sitzung kurz vor der Verleihung ermittelt.

Der mit jeweils 2222 Euro dotierte Preis muss zweckgebunden für die Förderung des närrischen Nachwuchses eingesetzt werden. So wie bei der KG Rübezahl Silesia, Preisträgerin des vergangenen Jahres. „Wir bauen gerade unsere Kindergruppe auf und haben das Fördergeld für Kostüme, Trainingseinheiten und die Teilnahme der Kindergruppe am diesjährigen Kinderzug des Märchenprinzen eingesetzt“, weiß eine dankbare Präsidentin Edith Kravec zu berichten.

Besonders stolz auf die diesjährige Auszeichnung ist Karl Bellefroid, Vorsitzender der KG Hooreter Frönnde, die in dieser Session ihren 11. Geburtstag feiert. „Wir haben rund 60 Kinder- und Jugendliche in unterschiedlichen Garden und Showtanzgruppen, die allesamt von eigenen Kräften trainiert werden.“ Er ist froh darüber, dass die jahrelangen Bemühungen, die der Verein bisher finanziell selbst gestemmt hat, durch den ÖKK „zu Recht honoriert werden“.

Begeistert vom Öcher Karnevals-Kulturpreis, der vor fünf Jahren von Harry Ebert initiiert wurde, ist Petra Müller, Bundesjugendleiterin im Bund Deutscher Karneval und Präsidentin der Närrischen Europäischen Gemeinschaft, die extra aus Sonthofen angereist war. Dies sei der richtige Schritt in die richtige Richtung zum Erhalt des schönen Brauchtums Karneval, das neben dem organisierten Fastelovvend auch private Initiativen wie die von Harry Ebert dringend benötige, so die engagierte Karnevalistin. Laut ihrer Aussage ist der ÖKK der am höchsten dotierte närrische Förderpreis in ganz Nordrhein-Westfalen.

Wehmütig wurden viele Narren im Saal des Mercure Hotels am Europaplatz, als bekannt wurde, dass sich Harry Ebert als Vorsitzender aus der ersten Reihe des ÖKK zurückziehen und bei Bedarf nur noch als Berater zur Verfügung stehen wird. Für seinen Rückzug gab er persönliche, geschäftliche und gesundheitliche Gründe an. Als seinen Nachfolger wünscht er sich seinen bisherigen „Vize“ Eberhard Büchel, ehemaliger Bezirksbürgermeister von Kornelimünster/Walheim. Außerdem soll künftig Claudia Engels, Präsidentin der KG Tanzgarde Friesenrath, im Vorstand des ÖKK e.V. mitwirken.

Die diesjährige Preisverleihung des ÖKK, die in Anwesenheit vieler Tollitäten aus der Städteregion stattfand, war eingebettet in ein bunt-fröhliches Rahmenprogramm, bei dem unter anderem Hans Montag, Kurt Christ, Dieter Kaspari und Jupp Ebert mitwirkten.

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