Warmer Geldregen für vorbildliche Brauchtumspflege an der Basis

Von: Nina Krüsmann
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Lauter strahlende Gesichter: die sechs Preisträger des diesjährigen Öcher Karnevals-Kulturpreises (ÖKK) mit den Mitgliedern der Jury. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Großer Bahnhof war am Sonntag im Mercure Hotel am Aachener Europaplatz angesagt: Über den roten Teppich gelangten die Gäste des 4. Öcher Karnevals-Kulturpreises (ÖKK) in den Saal. Dort fanden sich auf Einladung von Initiator Harry Ebert mehr als 50 Tollitäten, Prinzenpaare, Dreigestirne und darüber hinaus die Vertreter der Karnevalsvereine, Jurymitglieder, Sponsoren sowie viele Freunde und Förderer des Öcher Fastelovvends ein.

Stimmungssänger Hans Montag gab nicht nur einige seiner Lieder zum Besten, sondern begleitete das Publikum auch souverän als Moderator durch die Preisverleihung.

Die dreißigköpfige Jury, bestehend aus Persönlichkeiten aus Karneval, Politik, Medien, Wirtschaft und Sport, darunter der Chefredakteur der Aachener Nachrichten und der Aachener Zeitung Bernd Mathieu, stellte sich den Gästen vor.

Städteregionsrat Helmut Etschenberg lobte das Engagement von Harry Ebert und den von ihm ins Leben gerufenen Verein ÖKK. Er fördere vor allem den karnevalistischen Nachwuchs und stelle damit einen Fortbestand des närrischen Brauchtums in der Aachener Region sicher. „Das ist ihr Lebenswerk, Herr Ebert, und wir hoffen, dass sie noch lange weiter sammeln werden. Die Jury ist stolz, dass sie an dieser tollen Initiative, die den Karneval lebens- und liebenswert aufbereitet, mitwirken darf“, betonte Etschenberg. Karneval sei ein wichtiges Brauchtum, das es zu fördern und pflegen gelte – gerade nun, wo der Karneval als immaterielles Weltkulturerbe anerkannt sei, so der Städteregionsrat weiter.

In einem kleinen Rahmenprogramm sorgten die Sänger Kurt Christ, Jupp Ebert und Dieter Kaspari für musikalische Unterhaltung. Der vor vier Jahren initiierte ÖKK ist mittlerweile ein voller Erfolg: Er gilt als der höchstdotierte Brauchtumspreis in NRW. Diesmal konnten erstmalig sechs Preise vergeben werden. Möglich wurde dies durch eine spontane Spende des Mercure Hotels.

Ausgezeichnet mit dem jeweils mit 2222 Euro dotierten ÖKK wurden die Vereine KV De Vennkatzen 1949, die Neptun Tanzkompanie des SV Neptun Aachen, die Erste Große Brander KG, die Stadtwache Oecher Börjerwehr, die KV Immer Plaaan und die KG Rübezahl Silesia. „Die Entscheidungsfindung unter den zwanzig Bewerbern war eng, zwei Nominierte waren letzten Endes gleich auf. Deshalb haben wir diesmal sechs Sieger ausgewählt“, erklärte Ebert. Die ausgeschütteten Gelder dürfen nur für den Erhalt des karnevalistischen Brauchtums verwendet werden. Die Gesamtfördersumme der vergangenen vier Jahre liegt nun bei rund 47.000 Euro.

Vertreter von Vereinen, die im vergangene Jahr eine Auszeichnung erhielten, erzählten, was sie mit dem Fördergeld alles für die Kinder- und Jugendarbeit tun konnten. „Wir haben damit zum Beispiel Trommeln für unsere Kinder anschaffen und sie professionell anleiten lassen – perfekt für unser diesjähriges Theaterstück mit dem Motto Miez und Anton in Afrika“, erklärte Maria Keller, die seit elf Jahren für das Prinzenspiel des Märchenprinzen verantwortlich zeichnet,

Bis 2020 hat Harry Ebert die Preisverleihung bereits fest im Mercure Hotel terminiert. „Aber ich würde meine Aufgabe gerne in jüngere Hände legen, suche einen Nachfolger für die Organisation, der mit Herzblut dabei ist“, sagte der engagierte 69-Jährige.

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