Wanderpreis der Kleingärtner: „Groß Tivoli“ hat diesmal die Nase vorn

Von: Günther Sander
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Wanderpreis für die schönsten Kleingartenanlagen: Hubert Coonen (links) von der Anlage „Groß Tivoli“ wurde ausgezeichnet von Bürgermeisterin Hilde Scheidt und dem stellvertretenden Vorsitzenden des Stadtverbands der Familiengärtner, Herman Jansen. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Zum elften Male traf sich die große Familie der Gartenfreunde auf Einladung des Stadtverbandes Aachen der Familiengärtner. Im Krönungssaal des Rathauses wurde der Wanderpreises der Stadt Aachen vergeben, um den sich 31 Gartenanlagen beworben hatten.

Keine leichte Aufgabe für die Jury, der 52. Kleingartenwettbewerb hatte es in sich: Die Dauergartenanlage „Groß Tivoli“ mit ihrem Vorsitzenden Hubert Coonen, der strahlend den Preis in Empfang nahm, wurde „Klassenprimus.“

Es gab gleich zwei Premieren: für den zweiten Vorsitzenden Hermann Jansen und Schriftführer Jochen Reski, war doch der langjährige Vorsitzende Heijo Plum kürzlich gestorben.

Zu Beginn richtete Jansen persönliche Worte an die Gartenfreunde: „Dass wir heute unser Kleingartenfest feiern, geschieht auf ausdrücklichem Wunsch von Heijo Plum.“ Alle, die ihn kannten, können nachvollziehen, welch’ großen Verlust sein Tod als Mensch, aber auch als Vorsitzender des Stadtverbandes und Beisitzer im Landesverband für die Kleingärtner bedeutet. Er begrüßte ganz besonders Plums Ehefrau Lilian sowie Tochter und Sohn mit ihren Ehepartnern.

Debütant Reski hielt eine beachtenswerten Rede. Plum sei es stets wichtig gewesen, sich für alle Kleingärtner einzusetzen. Der 52. Wettbewerb sei ein hervorragendes Instrument, das Kleingartenwesen im Bewusstsein der öffentlichen Meinung positiv zu verankern.

„Die verbindliche Aufgabe, die wir uns als Verband stellen, ist die Sensibilisierung der öffentlichen Meinung für die Ideen der Kleingartenbewegung, dass die Gärten einen großen Wert haben, sie eine natürliche Ergänzung zu den Mietwohnungen darstellen, die Gärten Erholung, Gesundheit und neuen Lebensinhalt sichern. Sie sind die ökologische Antwort in Sachen Natur- und Umweltschutz“, hob Reski hervor.

Kleingärten seien für den Einzelnen überschaubare und mit den Händen bearbeitete Territorien. Kleingärtner könnten einer der wichtigsten Wegbereiter zur Rückgewinnung ökologischer Denk- und Handlungsweisen sein.

„Wir fördern den Dialog der Generationen, erleichtern die Integration von Ausländern und Aussiedlern und sind ein wichtiger Katalysator für gesellschaftliche Prozesse. Wir stehen in einer guten und stolzen Tradition.“

Bürgermeisterin Hilde Scheidt erinnerte ebenfalls an Plum und dessen Verdienste für das Kleingartenwesen der Stadt Aachen. „Er war ein großartiger Gärtner, hat die sozialen Belange nie aus den Augen verloren“, wusste Scheidt.

Landesverbandsvorsitzender Hans Jürgen Schneider kam ebenfalls nicht an Heijo Plum vorbei. Man könne nicht alles aufzählen, was dieser Mann geleistet habe. Jansen und Reski schritten zum Höhepunkt des Tages: zur Wanderpreisverleihung. Leistungsstärke sei allerorts spürbar gewesen, daher wertete Jansen das „Endergebnis“ als einen tollen Erfolg. Fünf Mal „Gut“, 13 Mal „Sehr Gut“ und 13 Mal „Hervorragend.“

Und aus allen Anlage habe sich die Dauergartenanlage „Groß Tivoli“ mit ihrem Chef Hubert Coonen in diesem Jahr als „Klassenprimus“ an die Spitze der Bewertung gemausert. „Ich kann allen Beteiligten nur gratulieren, unsere Gärten sind in Ordnung.“ Mit Stolz nahm Coonen den Wanderpreis entgegen, sein Lob und Dank galt allen seinen Gärtnerinnen und Gärtnern, die an diesem schönen Erfolg beteiligt gewesen seien.

Die Horbacher „Meistersinger“ waren erneut Garant für beste musikalische Unterhaltung, Theo Brauers stellte ein tolles Repertoire vor, der Chor unter Ando Gouders glänzte unter anderem mit „Vater unser“ (in moderner Fassung).

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