Aachen - Wahlkampf: Rudolf Henke setzt aufs Fahrrad

Wahlkampf: Rudolf Henke setzt aufs Fahrrad

Von: Laura Laermann
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Rudolf Henke radelt vorneweg, sein Wahlkampfteam will ihm Rückenwind geben: Der CDU-Kandidat wird bis zur Wahl nur selten im Bundestag sein und stattdessen in Aachen um den Sieg spurten. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Die Junge Union lädt ein, Rudolf Henke spricht. Kurz stellt sich das Wahlkampfteam bei einem Treffen im Ratskeller vor: Junge politisch Interessierte in orange-farbenen T-Shirts mit der Aufschrift „Team Rudolf Henke“, die in den nächsten Wochen alles für den CDU-Kandidaten für Aachen geben werden.

Dann hat Henke selbst das Wort. Drei Schwerpunktthemen stehen auf seiner Agenda: Bildung, Arbeitsplätze und Wirtschaft sowie das Thema Sicherheit.

Bildungschancen sollen nicht weiter vom Portemonnaie der Eltern abhängig sein, sagt Henke. Und Familien sollen mit mehr Kindergeld, einem höheren Steuerfreibetrag, einem Baukindergeld und Ganztags-Kinderbetreuung in Grundschulen gestärkt werden. Weiter spricht Henke über einen dritten Arbeitsmarkt, in den Langzeitarbeitslose integriert werden könnten. Außerdem erklärt der Bundestagsabgeordnete mit Blick auf den jüngsten Anschlag in Barcelona, dass zum einen mehr Sicherheitskräfte gegen den Terrorismus eingesetzt werden müssen, zum anderen auch die alltägliche Sicherheit durch mehr Polizeikräfte gewährleistet sein müsse.

Das gelte auch für Aachen, eine Aufstockung der Kräfte sei bereits zugesagt. Außerdem werden für Henke der Kampf gegen Tihange und eine Verhinderung der Maut wichtige Ziele bleiben. Fördern möchte der 63-Jährige dagegen die Stärken Aachens: Forschung und E-Mobilität. Er selbst zumindest würde am liebsten ein E-Mobil aus Aachen fahren.

An diesem Vormittags muss der CDU-Kandidat aber erst einmal Platz auf dem Fahrrad nehmen. Das gehört nämlich zum Wahlkampf-Equipment der Jungen Union als Symbol für moderne Mobilität dazu. In den vergangen Tagen hatten die  40 „JU-ler“, die aktiv beim Wahlkampf mitwirken, bereits zwei Kleintransporter organisiert, mit denen sie quer durch Aachen düsten und fleißig Wahlplakate verteilten. Zum ersten Mal mit an Bord war Rudolf Henke, der den musikalischen Geschmack der junge Truppe – eine Mischung aus ACDC und Taylor Swift – nicht unbedingt teilte.

Ansonsten lautet die Strategie: Haustürwahlkampf. „Wenn es also demnächst mal klingelt, könnte es sein, dass die CDU vor der Türe steht“, sagt Henke. Das Wahlkampfteam, in dem neben der Jungen Union auch die Mittelstandsvereinigung, die Seniorenunion und die Frauenunion vertreten sind, wird außerdem verteilt auf mehrere Bezirke Wahlstände errichten. „Wir werden permanent auf der Straße sein“, sagt Annika Fohn, die Vorsitzende der Jungen Union.

Denn leicht wird die Wahl nicht, weiß Henke. Auf der Landesliste steht er auf Platz 30, daher braucht er das Direktmandat, um wieder in den Bundestag einziehen zu können. Ein wenig Sorge, ob es noch einmal klappt wie bei der Wahl 2013, hat er schon. Doch glaubt er noch an seinen Schlüssel zum Erfolg, wie er sagt: Mit den Bürgern ins Gespräch kommen, und sei es beim Warten an der Fußgängerampel.

Vor allem aber wünscht er sich eine hohe Wahlbeteiligung, damit insbesondere die AfD nicht zu gut bei der Wahl abschneidet. Kritik richtet er besonders an den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, der Türken in Deutschland dazu aufgefordert hatte, nicht für SPD, CDU/CSU oder die Grünen zu stimmen. Ein Irrsinn für Henke, der darin die Stärkung ausländerfeindlicher Parteien sieht.

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