Wahl: SPD beteiligt Bürger an Programmplanung

Von: stm
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Aachen. „World-Café“ ist keine neue Gastronomiekette, die sich in der Innenstadt niederlassen will. „World-Café“ ist auch kein nettes Plauderstündchen im Internet. „World-Café“ ist vielmehr eine spezielle Workshop-Methode, die von zwei Unternehmensberatern aus den USA ersonnen wurde.

Die Aachener SPD will sich diese Methode nun zunutze machen und sie in den Mittelpunkt eines „Bürgerkonvents Aachen 2020“ stellen. Die Sozialdemokraten fragen dabei: „Was muss in Aachen besser werden?“ Zweck des Ganzen: Die Bürger sollen sich aktiv an der Erstellung eines Programms für die anstehende Kommunalwahl im Mai beteiligen.

Ein „World-Café“ läuft ungefähr so ab: Es gibt mehrere Tische, jeder steht unter einem bestimmten Thema. An diesen Tischen nehmen in der Regel sechs bis zwölf Teilnehmer sowie eine „Tischdame“ beziehungsweise ein „Tischherr“ als Moderator Platz. Rund 15 Minuten wird fortan munter drauf los diskutiert. Ideen und Argumente werden dabei mit Filzstiften auch auf die Tischdecken geschrieben. Am Ende ertönt ein Schlusssignal, es gibt eine kurze Kaffeepause und dann werden die Gruppen an den Tischen neu gemischt. Die Ergebnisse werden ganz am Ende festgehalten, die Ergebnisse sollen dann beim Wahlparteitag im März vorgestellt und gegebenenfalls ins Wahlprogramm eingebaut werden.

Parteichef Karl Schultheis sagt dazu: „Wir haben die Bürger auch früher schon eingebunden. Diesmal wollen wir es aber noch ein Stück intensiver tun.“ Parallel erarbeitet die Partei intern ihr Wahlprogramm in verschiedenen Arbeitsgruppen. Das laufe ganz ausgezeichnet, wie OB-Kandidat Björn Jansen und sein Parteifreund Thomas Hissel, die gemeinsam mit Ratsherr Michael Servos maßgeblich an der Koordination beteiligt sind, betonen.

Hissel sagt, dass die SPD jedoch einen offenen Zugang für Bürgerbeteiligung schaffen wolle und Jansen fügt an, die Konventteilnehmer hätten später beim Parteitag wie alle SPD-Delegierten Rederecht. Das sei „ein Schritt zur Öffnung der Partei“. Auch im Internet soll im Sinne des „World-Cafés“ diskutiert werden, so Schultheis. Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung, die dann Eingang ins Wahlprogramm finden, sollen in der kommenden Ratsperiode bis 2020 umgesetzt werden. So die SPD ab Mai an einer Ratsmehrheit beteiligt ist.

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