Wärmefenster und Kältebrücken im Visier

Von: Mischa Wyboris
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Aachen. Wie viele Besucher die Aachener Energiespartage in den vergangenen drei Jahren eigentlich ins Eurogress gelockt haben, weiß niemand so genau.

„Wir führen darüber keine Statistik”, erklärt der scheidende Eurogress-Chef Eugen Rinder. Fest steht aber: Wenn die Messe rund ums Energiesparen für Fach- und Privatleute vom 13. bis 15. November in die vierte Runde geht, zahlen Verbraucher (im Gegensatz zu Fachbesuchern) zum ersten Mal keinen Eintritt.

Auf ein gesunkenes Interesse will Messeorganisator Till Schüler das Angebot aber nicht zurückführen: „Wir wollen den wirtschaftlich schwierigen Zeiten Rechnung tragen.” Apropos: Zum Tragen kommen beim Bürger seit einiger Zeit ganz bestimmte Rechnungen: Tankquittungen und Heizkostenabrechnungen zum Beispiel.

„Wir haben in den vergangenen Jahren schmerzlich erfahren müssen, dass uns das Thema Energiesparen alle betrifft”, sagt Schüler und spricht von einem „Dauerbrenner”. Wenngleich die Formulierung etwas irreführend ist: Auch im vierten Messejahr geht es nicht ums flotte Verheizen von Rohstoffen, sondern ums kühle Kalkül mit Energiekosten.

„Die Wirtschaftskrise hat das Thema von der Agenda verdrängt, aber wenn die Konjunktur wieder anspringt, wird uns allen wieder bewusster werden, dass Energie ihren Preis hat”, sagt Stawag-Vertreterin Eva Wußing. Der Aachener Energieversorger ist nur einer von rund 100 Ausstellern, die nach dem „renovierten” Konzept der Messe vor allem Endverbraucher informieren möchte. Neu in diesem Jahr: die „Handwerkerplattform”, wo man Fachleuten bei ihrer Arbeit mit „Wärmefenstern und Kältebrücken” über die Schulter schauen kann, erklärt Schüler. „Hier haben wir eine Lücke schließen können: Alle Gewerke sind vertreten”, verkündet Dr. Maria Vankann von der städtischen Stabsstelle Bau und Umwelt, Geschäftsführerin vom ebenfalls auf der Messe vertretenen Beratungsunternehmen „Altbau plus”.

Neu ist auch der Name der Messe: Während den einstigen „Energietagen” ein „spar” gewidmet wurde, hat man sich den Zusatz bei der Internetadresse allerdings gespart. Schüler spricht indes von „viel Durchhalte- und Stehvermögen”, das auch als Messeveranstalter beim Thema Energiesparen nötig sei. Rinder rechnet jedenfalls „mit einigen tausend Besuchern”. Wie viele es tatsächlich würden, wisse niemand so genau.
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