Wackere Alemannia-Veteranen: Immer noch Feuer und Flamme

Von: Leon Kirschgens
Letzte Aktualisierung:
14992143.jpg
Wackere Veteranen: Zum 50. Jahrestag der phänomenalen Erfolge von 1967 blickten die ehemaligen Aufsteiger vom Tivoli auf eine einmalige Tradition in Sachen Liebe zum Leder zurück. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Wenn er über die lange Tradition des Mannschafstreffens spricht und die vergangenen Jahrzehnte Revue passieren lässt, schwingt in Josef „Jupp“ Martinellis Stimme auch Stolz mit: „Die Sportpresse hat schon früher geschrieben, dass dieses regelmäßige Kameradentreffen einmalig im deutschen Fußball ist“, sagte er am vergangenen Samstagabend im Klömpchensklub im Tivoli.

Seit 1972 trifft sich die einstige Aufsteiger- und Bundesligamannschaft alle fünf Jahre, und diesmal kam sie also zum 50-jährigen Jubiläum zusammen, denn 1967 gelang es jener Mannschaft, aus der Regionalliga in die Bundesliga aufzusteigen und weitere zwei Jahre später, 1969, sogar Deutscher Vizemeister zu werden.

Von der ehemaligen Mannschaft waren neben Martinelli auch Heinz-Gerd Klostermann, Hans-Jürgen Ferdinand, Herbert Gronen, Erwin Hermanndung, Heiner Sell und Werner Nievelstein anwesend. Nicht kommen konnten Rolf Pawellek und Michel Pfeiffer. Vom kommissarischen Vorstand waren Rüdiger Coerdt und Max Baur anwesend, um dieses besondere Treffen zu würdigen.

„Es ist wichtig, dass eine solche Tradition fortbesteht und dass das Ganze hier im Verein stattfindet“, sagte Baur. Auch Martinelli versprach, dieses Treffen so lange wie möglich aufrechterhalten zu wollen. Immer wieder betonte er allerdings, wie traurig es sei, dass Leo Führen nicht mehr teilnehmen kann. Der ehemalige Alemannia-Ehrenpräsident ist vor vier Jahren gestorben.

„Er hat die vergangenen Treffen immer organisiert und war ein enger Freund der ganzen Mannschaft“, sagte Martinelli, „und bei unseren Mannschaftstreffen stieß er immer auf die Alemannia an mit den Worten: ‚Auf unsere heißgeliebte Alemannia ein dreifaches Hipp-Hipp-Hurra‘.“

Die Alemannia gewann 1967, nachdem sie Tabellenerster der Regionalliga geworden war, das entscheidende Relegationspiel gegen den SC Göttingen 05 mit 3:1 und stieg in die Bundesliga auf. Sie hatte insgesamt acht Relegationsspiele bestreiten müssen und sechs davon gewonnen.

Der Bundesligaerfolg hielt nach zwei erfolgreichen Jahren – in der ersten Saison wurden die „Kartoffelkäfer, wie sie wegen ihrer schwarz-gelb gestreiften Trikots genannt wurden, elfte, in der zweiten gar Vizemeister – allerdings nicht lange an: Im dritten Bundesligajahr stieg das Team mit 83 Gegentoren und als Tabellenletzter wieder ab.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert