Aachen - Wabe-Kaufhaus ist zum Freunder Weg umgezogen

Wabe-Kaufhaus ist zum Freunder Weg umgezogen

Von: Sarah Siemons
Letzte Aktualisierung:
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Sind mit dem Sozialkaufhaus in den Freunder Weg gezogen: Projektkoordinator Frank Schallenberg, Fachbereichsleiterin Katrin Bauermeister und Kaufhausleiter Antonio Hanf-Prummern (v.l.). Foto: Michael Jaspers

Aachen. Wenn ein Kaufhaus viele Kunden hat, sorgt das in der Regel für beste Stimmung beim Kaufhausleiter. Antonio Hanf-Prummern allerdings stimmen seine schwarzen Zahlen auch traurig. Denn er leitet das Sozialkaufhaus der Wabe, des Hilfsvereins für Menschen in sozialen Schwierigkeiten.

Viele Dinge werden hier in zweiter Hand an Bedürftige verkauft. „Dass so viele Menschen zu uns kommen, ist ja eigentlich schön, doch es spiegelt auch den Zustand unserer Gesellschaft wider”, sagt Katrin Bauermeister, Fachbereichsleiterin für Arbeit und soziale Integration bei der „Wabe”.

Das Kaufhaus, das viele Jahre in der Ottostraße beheimatet war, ist nun umgezogen. Ab sofort bietet das Projekt Möbel, Textilien, Spiele und Haushaltswaren im Freunder Weg 61 an. „Eigentlich verkaufen wir hier alles, was man brauchen kann”, erklärt Hanf-Prummern.

Zum kleinen Preis können Menschen, die etwas weniger in der Geldbörse haben, hier einkaufen. Das Gute daran: Durch das Kaufhaus wird vielen Menschen auf unterschiedliche Art geholfen.

In den Beschäftigungsmaßnahmen der Wabe polieren Langzeitarbeitslose, Ein-Euro-Jobber und Menschen, die nach einer psychischen Erkrankung wieder in den Berufsalltag integriert werden, die gespendeten Dinge wieder auf.

Aus Gebrauchtem entsteht so wieder hochwertige Ware. Auch wenn die Interessenten oft nur wenig zur Verfügung haben - verschenkt wird hier nichts.

„Es ist für die Wertschätzung der Arbeit sehr wichtig, dass wir einen angemessenen Preis fordern”, sagt Projektkoordinator Frank Schallenberg. Dennoch sei der verhandelbar.

Auf den zirka 2000 Quadratmetern im Freunder Weg ist nicht nur Platz für Ausstellungs- und Verkaufsflächen. Hier ist nun auch eine Außenstelle der Fahrradwerkstatt untergebracht. Alte und kaputte Fahrräder werden wieder auf Vordermann gebracht.

Außerdem ist die Holz- und Möbelwerkstatt in die erste Etage gezogen. „Unsere Wege sind kürzer geworden”, sagt Bauermeister. Das und ein Lastenaufzug, der von der ersten Etage direkt in die Verkaufshalle führt, erleichtern die Arbeit der über 50 Menschen in den verschiedenen Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen.

Trotz der Vorteile des neuen Standortes sei der Abschied aus der Ottostraße nicht leicht gefallen. Doch mit vereinten Kräften fühlt sich das Team nun auch in der neuen Adresse wohl.
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