Vor drei Jahren: Philips schließt in Aachen

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An einigen Stellen schlummern üble Hinterlassenschaften aus der Vergangenheit: Die Sanierung des Philips-Geländes soll 2009 starten. Sie wird Jahre dauern. Eine Gefahr für Mitarbeiter und Anwohner gibt es aber laut einem Gutachten nicht. Foto: Manfred Kistermann

Aachen. Die Schocknachricht kam vor exakt drei Jahren: Die Aachener LG.Philips Displays Glaswerke meldeten am 27. Januar 2006 Insolvenz an. 380 Frauen und Männer verloren ihre Arbeit.

Zum dritten Jahrgedächtnis am Werkstor an der Philipsstraße lädt das kirchliche Netzwerk Kirche und Betrieb ein: an diesem Freitag, 30. Januar, um 18 Uhr.

Am Tor werden Feuerkörbe entzündet und ehemalige Mitarbeiter von LG.Philips schildern, wie es ihnen in den letzten drei Jahren ergangen ist.

Eine Klagemauer aus 380 Steinen soll an die Lebensschicksale der Betroffenen und ihrer Partner und Familien erinnern. Diese Mauer wird später in der Pfarrkirche St. Barbara in Rothe Erde aufgebaut.

Bis heute beklagen viele Betroffene eine mangelnde Unterstützung seitens des LG-Konzerns, bewerten das Schweigen dieses Unternehmens als moralisch untragbar.

Manche sehen sogar rechtswidrige Vorgänge. Eine Integration in den Arbeitsmarkt ist dem Großteil der Frauen und Männer auch nach drei Jahren nicht gelungen.

Die mitveranstaltende Gruppe ORGA LG.Philips legt Wert darauf, mit dem dritten Jahrgedächtnis am Freitag ein Zeichen der Solidarität auch mit anderen Beschäftigten und Arbeitslosen in Aachen zu setzen.

Dieses Zeichen scheint in Zeiten der Wirtschaftskrise umso bedeutsamer. Über rege Teilnahme freuen sich alle Beteiligten.
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