Von wegen antik: „Living Room“ statt „Hofgarten“

Von: Robert Esser
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Nicht wiederzuerkennen: Gastronom Ali Yüce und seine Partner haben den alten „Hofgarten“ zum „Living Room“ verwandelt. Foto: Kurt Bauer

Aachen. Nach über 30 Jahren beginnt im ehemaligen „Hofgarten“ eine völlig neue Ära. Gastronom Ali Yüce und seine Partner haben die in die Jahre gekommene Restaurant-Kneipe zwischen Büchel und Hof im Herzen der Altstadt übernommen, komplett entkernt und Wochen lang umgebaut. „Living Room“ heißt das Lokal – „Boutique-Restaurant“ nennt das Yüce.

„So etwas gibt es in Aachen noch nicht: Jeder Tisch, jeder Stuhl ist anders. Alles im Vintage-Stil. Das heißt: Das Mobiliar ist auf alt getrimmt, aber nicht antik. Retro ist Trumpf“, sagt er. Massive Holzdielen bilden die Basis, warme Erdtöne und eine effektvolle Beleuchtung lassen den Raum heller denn je erscheinen. „Wir haben die alte, wuchtige Theke im Zentrum des Lokals durch eine individuelle, deutlich kleinere Maßanfertigung ersetzt. Dafür gibt es jetzt mächtige Stehtische in unmittelbarer Nähe des Zapfhahns und viele stilvolle Accessoires an den Wänden.“

Yüce bietet hier nicht nur mediterrane Küche und natürlich Getränke an. Auch sein Mobiliar steht ständig zum Verkauf. „So entwickelt sich das Boutique-Restaurant immer weiter“, erklärt er.

Yüce ist auf dem gastronomischen Parkett der Kaiserstadt seit knapp 20 Jahren zu Hause. Erst studierte er Bauingenieurwesen, dann gründete er 1997 sein erstes Restaurant: das Galilei am Marienbongard. Heute führt er im Pontviertel neben dem Restaurant Magellan die Molkerei, Image, Flowers, Abendrot, M6 und Pont-stage.

„Aber ich wollte unbedingt mal etwas anderes als die typischen Clubs und Lounges mit monotonem Einheitsmobiliar verwirklichen“, sagt der Vollblut-Gastronom. Darum holte er einige langjährige Mitarbeiter ins Boot und startete das Projekt „Living Room“ abseits des studentischen Partyviertels.

Angedacht ist übrigens, nicht nur die „Living Room“-Terrasse zum Hof zwischen „Domkeller“ und „Kaiserwetter“ außengastronomisch zu nutzen. Auch auf der anderen Seite, zwischen dem ehrwürdigen „Bahkauv“-Brunnen und dem Möbelgeschäft „Mathes“ am Büchel, könnte nach dem Umbau der Straße eine hochwertige Außengastronomie Platz finden. „Wir möchten das gerne mit der Stadt besprechen – und hoffen auf Unterstützung“, sagt Yüce.

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