Von Mythen, geheimnisvollen Sagen und Geschichten

Von: Kathrin Albrecht
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Sie versprechen außergewöhnliche „Zwischen-Zeiten“: von links Herbert Goertz (Direktor Musikhochschule), Dezernentin Susanne Schwier, Georg Friedrich, Jens Lundszien und Regina Sommer (Initiatorin). Foto: Andreas Steindl

Aachen. Wenn der Herbst anbricht, die Nächte wieder länger werden, ist die Zeit für Sagen, Legenden und Geschichten, am liebsten erzählt von Geschichtenerzählern. Dazu lädt das internationale Erzählfestival „Zwischen-Zeiten“ vom 6. bis zum 9. Oktober an verschiedenen Orten in der Aachener Region ein. Die erzählten Geschichten drehen sich dabei um das Thema „Mythos“.

Dazu hat sich Festival-Initiatorin Regina Sommer vom Haus der Märchen, selbst Geschichtenerzählerin, einige Gedanken gemacht: „Was ist ein Mythos und welche Mythen kennen wir? Was ist zum Beispiel Freiheit, was Heimat?“ Verschiedene Aspekte haben sich so herauskristallisiert, die den Veranstaltungen ihr Thema vorgeben.

Der Auftakt beschäftigt sich mit der indischen Mythologie. Die französische Erzählerin und Tänzerin Nathalie Le Boucher erzählt und tanzt in englischer und französischer Sprache „The ride oft he river Ganga“ (20 Uhr im Space , Ludwig Forum, Eintritt: 15 Euro, eine Karte für zwei Personen). Erzähler Michl Zirk und Gitarrist Uwe Freytag thematisieren den „Mythos Freiheit“ mit Schillers „Die Räuber“ (20 Uhr im Couven-Museum am Hühnerdieb, Eintritt: 15 Euro).

Auch der Mythos Heimat beschäftigt Menschen. Erzählerisch setzen Raphael Rodan und Sahanad Shaebdivani dies am Sonntagmorgen in der Kopermoelen im niederländischen Vaals um (11 Uhr, in englischer Sprache. Eintritt 15, ermäßigt 10 Euro). Einer der Höhepunkte des Festivals ist sicher die „Lange Nacht der Geschichten am Freitag um 20 Uhr im Konzertsaal der Hochschule für Musik und Tanz, wenn verschiedene Geschichtenerzähler, begleitet von Musikern, das Publikum erleben lassen, was Mythos sein kann.

„Schule des Hörens“

Das Festival, das neben Aachenern auch in jedem Jahr ein Stammpublikum aus der Schweiz, Österreich oder den Niederlanden anzieht, feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Jubiläum. Kulturdezernentin Susanne Schwier liegt „Zwischen-Zeiten“ besonders am Herzen: „Die Faszination für erzählte Geschichten hört nie auf. Es produziert eigene Bilder im Kopf. Das leistet kein Film, keine Hörspielkassette.“

Auch sei es ein wunderbares Beispiel dafür, wie städtische Einrichtungen, die Hochschulen und die freie Szene Veranstaltungen gemeinsam auf die Beine stellen. Fester Bestandteil des Festivals ist die „Schule des Hörens“, bei dem Erzähler Schulen, Kitas und Büchereien in der Städteregion besuchen. Ebenso gehört seit vier Jahren „Tales an Science“ in das Programm. Dabei treffen Erzähler und Wissenschaftler zusammen und betrachten ein Thema aus ihrem Blickwinkel.

„Die Frage dabei ist: Gibt es aktuelle Fragen aus der Forschung, die sich in den Erzählungen spiegeln? Wer spielt sich wie die Bälle zu?“, erläutert Jens Lundzien, RWTHextern, das Konzept. Am Samstag ab 15 Uhr werden unter anderem der schottische „Keeper of stories“ George MacPherson und Georg Friedrich vom philosophischen Institut der RWTH sich dem Thema Zeit annähern. Als Ort wurde die Couven-Halle (Kármánstraße 17-19) gewählt, ein Kleinod, aber auch ein etwas versteckter Ort an der RWTH (Eintritt 10 Euro).

Nicht zuletzt wird auch der Mythos Wissenschaft selbst thematisiert, am Sonntagvormittag, ab 11 Uhr im Centre Charlemagne (Eintritt 12, ermäßigt 10 Euro). Tickets gibt es im Kundenservice Medienhaus im Elisenbrunnen am Friedrich-Wilhelm-Platz (montags bis freitags 10 bis 18 Uhr, samstags 10 bis 14 Uhr) sowie im Verlagsgebäude an der Dresdener Straße (mo. bis do. 8 bis 18 Uhr, freitags 8 bis 17 Uhr, samstags 9 bis 14 Uhr).Das Programm gibt es auf der Homepage des Hauses der Märchen: www.maer.de

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