„Von Haus zu Haus“: Haaren öffnet Türen für die Energiewende

Von: Günther Sander
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Das alte Haus wieder fit machen: Über das Angebot in Haaren freuen sich (v.l.) Michael Stephan, Ferdinand Corsten, Maria Feldhaus und Frank Prömpeler. Foto: Andreas Schmitter

Haaren. „Ihr altes Haus wird wieder fit!“ Vorausgesetzt, man macht von dem gemeinsamen Beratungsangebot der Verbraucherzentrale NRW und dem Verein „altbau plus“ „Energiewende von Haus zu Haus“ Gebrauch. Hierfür wurde eigens im Stadtbezirk Haaren ein besonderes Gebiet ausgewählt.

Wer ein Einfamilienhaus oder ein kleineres Mehrfamilienhaus zwischen Friedenstraße, Autobahn, Würselener Straße und Alt-Haarener-Straße besitzt, kann in der Zeit vom 1. bis 30. September die „Energieberatung im Hause“, die ansonsten 60 Euro kostet, für nunmehr 30 Euro zum Sonderpreis wahrnehmen. Dazu ermuntern Maria Feldhaus (Verbraucherzentrale) und Michael Stephan (altbau plus) bei einem Gespräch in der Bezirksverwaltung Haaren. Natürlich können auch Interessenten der umliegenden Straßen mitmachen.

Das Angebot bezeichnete Bezirksbürgermeister Ferdinand Corsten als vollkommene Palette und gute Sache, damit werde den Hausbesitzern aufgezeigt, „wo noch etwas zu holen und zu machen ist“. Dass man in Haaren starte, sei erfreulich. Eine willkommene Möglichkeit, etwas für die Umwelt und auch für die Geldbörse zu tun. In dem ausgesuchten Haarener Gebiet, so Corsten, befänden sich zahlreiche Häuser aus den 1950er-Jahren, teils noch in Eigenleistung erbaut.

Warum diese Aktion? Michael Stephan sagt: „Wir wollen dieses Thema vor Ort den Leuten näher bringen. Wir suchen gezielt Gebiete aus, die für unsere gemeinsame Aktion in Frage kommen.“ Niemand sollte die Chance vergehen lassen, bewusst Energie zu sparen. Maria Feldhaus erklärte, dass man die Häuser „genau unter die Lupe nehme, um dann Tipps zu geben, was man machen kann und machen sollte und in welcher Reihenfolge vorgegangen werden müsste“. Sie weiß, dass nicht immer alles „gleich auf einmal gemacht werden kann“.

Nach dem Beratungsgespräch erhält jeder Hausbesitzer einen schriftlichen Abschlussbericht zum Nachlesen. Und wer dann immer noch Fragen habe, möge sich bitte melden. Beide stellten heraus: „Wir verkaufen nichts, wir beraten nur.“

Fakt ist, die ausgesuchten Häuser sind alle älteren Datums, sie genügen nicht mehr den heutigen energetischen Standards. Derzeit werden die Hauseigentümer mit einem persönlichen Schreiben vom Oberbürgermeister auf die zeitlich befristete Aktion aufmerksam gemacht. So auch auf den Sonderpreis von 30 Euro. Mit dieser gemeinsamen Aktion sollen vor allem die Eigentümer angesprochen werden, die wegen widersprüchlicher Meldungen verunsichert seien und Zweifel am Sinn von Energiesparmaßnahmen hätten.

Viele wüssten einfach nicht, dass mit einem geringen Finanzaufwand Entlastungen bei den Heizkosten möglich seien. In der Sitzung der Bezirksvertretung wird das Angebot am Mittwoch, 2. September, um 17 Uhr im Bezirksamt ausführlich vorgestellt

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