Aachen - Von der Haustüre ins E-Mobil

Von der Haustüre ins E-Mobil

Von: Nina Leßenich
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Werben für elektromobiles Wohnen: Dr. Christian Becker (Stawag), Gisela Nacken (Stadt Aachen), Bernd Botzenhardt (Gewoge), Gisela Warmke (Cambio) und Hans-Peter Geulen (AVV, v.l.). Foto: Andreas Steindl

Aachen. Die Mieter der Gewoge in der Turpinstraße 44 können jetzt die Mobilität der Zukunft testen. Bei einer im Herbst ausgeführten Mieterumfrage in insgesamt sechs Wohngebieten hatten sich die Bewohner im Frankenberger Viertel durch ihr großes Interesse am „elektromobilen Wohnen“ für den Pilotversuch qualifiziert.

Im Rahmen des EU-Projekts „Civitas Dynamo“ hat die Stawag auf dem Gebäude nun eine Photovoltaikanlage installiert und vor dem Haus eine Ladestation errichtet. Projektpartner „cambio“ stellt zwei Carsharing-Elektrofahrzeuge zur Verfügung, mit denen die Bewohner nun Fahrten bis zu 100 Kilometern umwelt- und klimafreundlich erledigen können.

„Es ist nicht einfach, Personen an Elektrofahrzeuge heranzuführen“, erklärt Gisela Warmke, Geschäftsführerin von „cambio“. „Carsharing ist eine sehr gute Möglichkeit, um Elektromobilität zu testen und Menschen so für umweltfreundliche Fortbewegung zu begeistern.“ Auch Dr. Christian Becker, Vorstand der Stawag, lobte den Feldversuch. „Dank der Photovoltaikanlage sind die Elektroautos lediglich mit lokal erzeugtem, emissionsfreiem Strom unterwegs. Die Bewohner fahren hier also mit wirklich grünem Strom.“ Um das neue Mobilitätsangebot zu ergänzen, haben die Gewoge und „cambio“ in einer Garage zusätzlich eine Radabstellanlage mit einer Ladebox für Pedelec-Akkus eingerichtet.

Gisela Nacken, Umweltdezernentin der Stadt, freut sich über den Projektstart. „Man kann viel über umweltfreundliche Mobilität reden, aber wenn man es nicht anpackbar macht, hilft das nicht viel“, so Nacken. Entsprechend wichtig sei es, durch den Start des Projekts ein neues Kapitel nachhaltigen Stadtverkehrs anzugehen.

Auch Bewohner Wolfgang Hütten freut sich über das neu geschaffene Angebot. „Noch nutze ich meinen eigenen Pkw, aber auf lange Sicht ist es eine Überlegung wert, umzusteigen. Der Anreiz ist auch deshalb so groß, weil es mit dem Elektrofahrzeug vor dem Haus kein Parkproblem gibt.“

Die Bewohner werden auch langfristig ins Projekt eingebunden. Durch ihre aktive Teilnahme an Gesprächsrunden können sie die weitere Entwicklung beeinflussen. Langfristiges Ziel ist es dabei, ein Modell zu entwickeln, das anderen Wohnstandorten als Beispiel dienen kann.

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