Von den fliehenden Öcher Printen und obskuren Lousberg-Geistern

Von: Julia Gröbbels
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Aachen. Viele Öcher haben ihm entgegengefiebert: dem Start der neuen Spielzeit der Stabpuppenbühne „Öcher Schängche“ am 27. September.

Wie sonst sei es zu erklären, dass bereits vor der offiziellen Bekanntgabe des Spielplans Vorbestellungen eingegangen seien, stellt Otto Trebels, künstlerischer Leiter, nicht ohne Stolz fest. Und angesichts des nahenden 100. Geburtstag des Schängchens darf man durchaus stolz sein.

Auch in diesem Jahr hält die traditionsreiche Stabpuppenbühne mit sieben Kinderstücken und zwei Erwachsenenstücken sowie einem vielseitigen Karnevalsprogramm ein großes und vielseitiges Repertoire für ihr Publikum bereit. Den Auftakt bildet am 27. September um 15 Uhr die Dombausage „Der Teufel in Aachen“. Dieser Spielzeitbeginn gehört – wie vieles beim Öcher Schängche – bereits seit langem zur Tradition. Anfang Oktober folgt mit dem Kinderstück „Zwerg Nase“ ein Kinderstück. Mit den beiden Kurz-Stücken „Der Geist vom Lousberg“ und „Schängchen als fahrender Musikant“ richte sich die Bühne besonders nach den Bedürfnissen der Kleinsten, für die eine Stunde Theater meist bereits ausreichend sei, so Trebels.

Hau- und Klaustücke

„Die Kinderstücke sind zu einem großen Teil sogenannte ‚Hau- und Klaustücke’ in denen viel Spannendes passiert, Musik zum Einsatz kommt und die Kinder aktiv in das Geschehen auf der Bühne eingebunden werden“, erklärt er.

Für die Weihnachtszeit hält das Ensemble mit dem Stück „Die abenteuerliche Flucht der Printe Marianne“ ein ganz besonders lustiges und musikalisch unterhaltsames Stück bereit – mit viel Liebe zum Detail. Im neuen Jahr geht es weiter mit den Stücken „Schängchen als Hexenmeister“ sowie „Schängchen und der Wahrheitsspiegel“, mit dem die Spielzeit für die Kinderstücke – wie immer – am Palmsonntag vor Beginn der Osterferien endet.

Während bei den Kinderstücken viele Begriffe aus dem Platt zwecks besserer Verständlichkeit ins Hochdeutsche übersetzt werden müssen, ist der Anteil der Mundart bei den Erwachsenenstücken erwartungsgemäß höher. Gespielt werden die beiden Stücke „Vadder Schängche“ sowie „D’r Barong Flöckmösch“. Beides Verwechslungskomödien mit gewohnt-ehrlichem und unmissverständlichem Schängche-Humor. Neben dem umfangreichen Spielplan wartet die Stabpuppenbühne wie gewohnt mit 5 Aufführungen der Reihe „Öcher fiere met et Schängche Fastelovvend“ und der Reihe „Pech und Schwefel“ mit einem nicht minder üppigen Karnevalsprogramm auf.

Das dies auch im 94. Jahr noch möglich ist, sei vor allem der großen Unterstützung von Seiten der Stadt und von Seiten des Fördervereins zu verdanken, sagt Trebels. So nähert sich das Schängche langsam aber selbstbewusst seinem großen Geburtstag, was es nicht zuletzt auch dem großen Engagement vieler ehrenamtlicher Mitglieder und seinen nicht grundlos treuen Zuschauern zu verdanken hat.

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