Von Burtscheid bis nach Belgien radeln

Von: Robert Baumann
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Aachen. Stück für Stück setzt sich das Puzzle langsam aber sicher zusammen. Jetzt will die Stadt Aachen zwei weitere Puzzleteile in den noch lückenhaften Radwanderweg entlang der alten Vennbahntrasse, der einmal durchgängig von Aachen bis nach Luxemburg führen soll, setzen.

Mit dem Kauf von zwei Grundstücken am Eisenbahnweg in Aachen Rothe Erde und zwischen Walheim und der belgischen Grenze wird die Fertigstellung forciert.

Durch drei Länder

„Die Grundstücksgeschäfte sind abgeschlossen, die Fördermittel sind vorhanden, und wir haben alle Konflikte, beispielsweise in Umweltfragen, gelöst”, erklärt Oberbürgermeister Marcel Philipp. Der geplante 130 Kilometer lange Radwanderweg durch drei Länder, die sogenannte Ravel-Route, führt von Aachen über Raeren, Roetgen, Monschau und St. Vith bis nach Ulflingen in Luxemburg und soll bis Mitte 2013 komplett befahrbar sein.

Bislang ist die Strecke auf Aachener Gebiet an der Vennbahntrasse etwa zwölf Kilometer lang. Im Vorfeld der Bauarbeiten an den Teilabschnitten zwischen Walheim und Belgien und am Eisenbahnweg sind die Rodungsarbeiten bereits erfolgt. „Die Ausschreibung für die Baumaßnahme soll bis Mitte Januar abgeschlossen sein. Anfang Februar beginnen dann die Arbeiten”, erklärt Uwe Müller, Abteilungsleiter Verkehrsmanagement beim Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen.

57.000 Quadratmeter Grundstück seien für die rund vier Kilometer lange Strecke zwischen Walheim und der Grenze angekauft worden, 7000 Quadratmeter seien es am Eisenbahnweg (600 Meter), erläutert Edmund Feiter, Leiter des Fachbereichs Immobilienmanagement. Die Schienen blieben bei den Baumaßnahmen völlig unberührt, da man neben der Strecke baue.

Vertragspartner beim Kauf des ersten Grundstücks war die Euregio-Verkehrsschienennetz GmbH. Das zweite Grundstück am Eisenbahnweg zwischen den Aachen Arkaden und der alten Stranghalle erwarb die Stadt von der Deutschen Bahn AG. Bis zum 30. Juni sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. „Dann kann man mit Kind und Kegel von Burtscheid bis zur belgischen Grenze gefahrlos durchfahren - eine sehr attraktive Strecke”, freut sich Philipp.

Der Ausbau des Radwanderweges auf den beiden Teilstücken schlägt mit insgesamt 1,5 Millionen Euro zu Buche. Ein Förderbescheid des Landes über eine Million Euro liegt bereits vor. Damit sind 70 Prozent der Kosten gedeckt. „Der Vennbahnweg wird zur Naherholung sehr gut angenommen, sei es zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auf Inline-Skates. Er stellt ein wichtiges Freizeitangebot dar, das sich lohnt voranzubringen”, betont OB Philipp.
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