Vom Spitzenathleten bis zum Drachen beim Lousberglauf

Von: Johannes Leitner
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Spaß und sportlicher Ehrgeiz: Beim Lousberglauf verbanden rund 2000 Läuferinnen und Läufer beides – allen voran Moussa Hudrog (797). Foto: Andreas Steindl
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Tierisch gute Stimmung: Beim Lousberglauf kleiden sich die Sportler zuweilen ungewöhnlich – diesmal gab‘s Affen, Zebras, Elefanten, Drachen und vieles mehr.
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Tierisch gute Stimmung: Beim Lousberglauf kleiden sich die Sportler zuweilen ungewöhnlich – diesmal gab‘s Affen, Zebras, Elefanten, Drachen und vieles mehr.
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Tierisch gute Stimmung: Beim Lousberglauf kleiden sich die Sportler zuweilen ungewöhnlich – diesmal gab‘s Affen, Zebras, Elefanten, Drachen und vieles mehr.

Aachen. Es ist das wohl traditionsreichste Laufereignis der Region und ein wahres Kultevent: Bereits zum 28. Mal stieg am Mittwochabend der Lousberglauf, bei dem rund 2000 Läufer die 5555 Meter lange Strecke auf Aachens „Teufelsberg“ bezwangen.

Organisiert wurde der Lauf vom Hochschulsportzentrum der RWTH mit 120 freiwilligen Helfern, rekrutiert aus Bewohnern der Wohntürme an der Rütscher Straße. Gemeinsam mit dem Titelsponsor Stawag, der Stadt Aachen und dem Studierendenwerk hatten sie zuvor die letzten Vorbereitungen getroffen.

Im Vorfeld des Startschusses äußerten sich die Vertreter der Hochschule und der Stadt durchweg positiv über das Sportevent, bei dem längst nicht nur Studenten, sondern Öcher aller Couleur mitlaufen. Der Prorektor für Lehre der RWTH, Professor Aloys Krieg, betonte, dass der Lousberglauf ein „fester Bestandteil des Hochschulprogramms und ein Lauf von überregionaler Bedeutung“ sei. „Ich bin froh, nicht selbst mitlaufen zu müssen, denn ich betreibe lieber Sport von der Couch aus“, fügte er lachend hinzu.

Sein Kollege von der FH Aachen, Prorektor für Studium und Lehre Prof. Dr. Josef Rosenkranz, kann den Kultstatus des Laufs besonders gut nachvollziehen, denn: „Ich habe selbst als Student hier in den Wohntürmen gelebt und bin schon in den Anfangsjahren selbst mitgelaufen.“

Für die Hochschulen und die Stadt sei der Lousberglauf ein verbindendes Element. „Wir wollen mit solchen Veranstaltungen auch nach außen dokumentieren, dass Aachen eine lebendige Stadt ist, die Studenten willkommen heißt und sie einlädt, auch über ihr Studium hinaus hier zu bleiben“, sagte Karlheinz Welters, der Abteilungsleiter für Sportentwicklung, -förderung und Verwaltung von Sportstätten der Stadt Aachen.

Steffen Huppertz, Hauptkoordinator der Wohntürme Rütscher Straße, unterstrich, dass „der Lauf neben dem Türmefest das wichtigste Event für die Bewohner“ sei. Dennoch sei es nicht immer ganz einfach, auch genügend ehrenamtliche Helfer unter ihnen zu finden, ergänzte er schmunzelnd.

Leistungssportler im ersten Feld

Um 19 Uhr erfolgte dann endlich der erste Startschuss – und wenige Minuten später dann der für das zweite Läuferfeld. Im ersten Feld fanden sich überwiegend Leistungssportler. Denn der Lauf stellt gleichzeitig auch das Finale des „NRW UniLauf-Cups“ dar, bei dem studentische Teams aus dem ganzen Bundesland an diesmal insgesamt drei Läufen teilgenommen haben. In dieser Läufergruppe stürmte der unangefochtene Seriensieger Moussa Hudrog auch in diesem Jahr unbedrängt zum Sieg.

Dass der Lousberglauf aber seit jeher eine Kombination von Leistungs- und Breitensport ist, fiel besonders beim Blick auf das zweite Läuferfeld auf: Hier fanden sich mitunter kurios, amüsant und vor allem originell kostümierte Läufer. Selbst ein Zenturio auf einem Streitwagen, gezogen von einem äußerst menschlichen Gespann, war mit von der Partie. Aber auch junge Leute in Tierkostümen oder eine als chinesischer Drache verkleidete Gruppe bewiesen viel Humor.

Der Zieleinlauf erfolgte unter großem Jubel und Applaus der zahlreichen Zuschauer, jeder durfte sich bei seinem Endspurt genüsslich feiern lassen. Der Spaß stand wie immer eindeutig an erster Stelle. Unterstützt wurden die Läufer auf den letzten Metern außerdem von donnernden Sambatrommeln von der Bühne aus. Nach der Siegerehrung ließen dann Sportler sowie Zuschauer den Abend bei bestem Sonnenschein an Grill und Bierwagen ausklingen. Der Kultlauf ist damit um ein erfolgreiches Kapitel reicher.

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