„Vom Mond gefallen“: Spannende Tanzperformance für Kinder

Von: mh
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Viele kennen sie vor allem als Ensemblemitglieder des Petersburger Do-Theatre: Im Mai präsentieren Julia Tokareva und Alexander Bondarev im Ludwig Forum „Vom Mond gefallen“, ein spannendes Märchen für Kinder ab vier Jahren. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Frischen Schwung in die Aachener Kulturszene bringen – das ist ihnen als Ensemblemitgliedern des bestens bekannten Do-Theatre aus St. Petersburg längst gelungen.

Mit ihren neuen, selbst ersonnenen (und natürlich selbst choreographierten) Geschichten wollen die jungen Tänzer Julia Tokareva und Alexander Bondarev nun aber vor allem die Jüngsten begeistern. Am Sonntag, 14. Mai, machen die beiden mit ihrem mobilen Projekt „Mini-A-Tour“ Station im Space des Ludwig Forums. Ihre Tanzperformance „Vom Mond gefallen“, ein ebenso melancholisches wie rasant inszenierten Märchen mit durchaus handfester Botschaft, feiert am Muttertag doppelte Premiere im Haus an der Jülicher Straße.

„Der Titel geht auf ein Sprichwort aus unserer Heimat zurück“, erklärt Bondarev, der seine Ausbildung wie seine Partnerin an einer der renommierten Kunstakademien von St. Petersburg absolviert hat und die Bühnen im Grenzland auch als Autor und Lichtdesigner verzaubert. „Wenn ein Kind reichlich verträumt erscheint und verrückte Ideen hat, sagt man in Russland, es sei wohl vom Mond gefallen“, erzählt Bondarev. Was also läge näher, als die charmante Wendung zum funkelnd leichten Stoff für eine liebevoll gestaltete Parabel über kleine Träumer mit großer Fantasie – und ungeahnten Fähigkeiten – zu schneidern?

Julia Tokareva schlüpft dabei in die Rolle des naseweisen Mädchens, das in fernen Zeiten auf dem fernen Himmelskörper lebt. „Vom Mond aus beobachtet sie tagein, tagaus die Sterne und wundert sich, warum die so klein sind“, erzählt Bondarev. Seine kesse Heldin hofft, dass sie die glitzernden Punkte am Firmament besser sehen kann, wenn sie sich einmal richtig streckt. Da passiert es.

Das Mädchen verliert sein Gleichgewicht, es purzelt auf die Erde. Und landet ausgerechnet auf einem Schrottplatz – ein wahrhaft seltsames, wildes Reich mit allerhand rostigem Charme. Und zwei umso lieblicheren Bewohnern: Die Katze und die Ratte schließen schnell Freundschaft mit der kleinen Besucherin, die sich nichts sehnlicher wünscht, als wieder zurückzukehren auf ihren geliebten, traumhaften Trabanten.

Mit viel Erfindungsreichtum und etlichen verwitterten Utensilien, die ja reichlich umherliegen, gelingt es der Katze, eine richtige Rakete zu bauen. Wie aber soll das Mädchen heimkommen ohne Benzin? Na klar: Auch diesmal wissen Katze und Ratte, was zu tun ist. Denn der kostbare Treibstoff lässt sich nur aus einem noch kostbareren Tropfen gewinnen: echten, traurigen Tränen. Aber keine Bange: Das Happy End könnte noch näher liegen als der liebe Mond, verrät Bondarev, der die Rolle der gewitzten Vierbeiner übernimmt und seine feine Fabel bald sogar als Buch herausbringen möchte. Schließlich können die Katze und die Ratte nicht nur wundersame Maschinen erschaffen, sondern anrührende Geschichten zuhauf erzählen...

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