Voll, voller, Shuttle-Party

Von: Andreas Steindl
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Voll, voller, Shuttle-Party. Und damit ist nicht etwa der Zustand der abermals tausenden Partyjünger gemeint, sondern vielmehr der der 13 „Locations” und fünf Busse. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Voll, voller, Shuttle-Party. Und damit ist nicht etwa der Zustand der abermals tausenden Partyjünger gemeint, sondern vielmehr der der 13 „Locations” und fünf Busse. Kein Wunder, wurde doch für die Zielgruppe „Erstsemester” einiges geboten.

Cocktails hier, House-DJ dort und nahezu überall das gleiche Bild: lange Schlangen vor den Eingängen. Doch besonders der Blick über den Partytellerrand hinaus, nämlich ins Parkside und den Musikbunker sollte sich diesmal besonders lohnen.

In der Südstraße tischte „Fishing for Presidents” live mit zwei Gitarren Indie-, Pop- und Rockmusik auf während am Frankenberger Park zur 25. Ausgabe der „Busparty” vier Bands aufwarteten.

Absolut begeistern konnten dabei „She´s all that”. Das Partyvolk rätselte noch lange, wer hinter den skuril anmutenden Masken steckte. Dennoch wurde die Menge schnell von der Mixtur aus Ragga, Elektro, Punk und Breakbeat angetrieben. Schon früh füllte sich das Guinness House. Das Akustik-Duo „Coincidence” überzeugte mit Rock, Folk und Blues.

Und genau dieses abwechslungsreiche Programm, für das man nur ein einziges Ticket zu fünf Euro benötigte, ist es, was den Reiz der Shuttle-Party ausmacht. So findet man die beiden Freundinnen Birgit (19) und Sabine (18) normalerweise im „Cafe Madrid” doch heute lernten beide auch die „Bar Museo” kennen und waren begeistert: „Voll cool hier!”

Auch Richard Schultheis (41) vom „Musikbunker” erkennt darin den Reiz der Party: „Durch die Shuttle-Party können wir gut auf uns aufmerksam machen obwohl wir sicher nicht zentral liegen.” Und tatsächlich fällt auf, dass zahlreiche Schüler, Studenten und Feierwütige in den alten Bunker finden. Das sieht auch Marko Eidmann vom „Parkside” so: „Wenn Shuttle-Party ist, haben wir einen Durchlauf von etwa 1000 Gästen. Das schaffen wir an einem normalen Mittwoch nie.” Und damit möglichst viele der Gäste wieder den Weg zurück in die Südstraße finden, bietet das Lokal auch zukünftig mittwochs Studenten ein besonderes Programm. Neben Kleinkultur und DJ´s erhalten auch wenig bekannte Bands eine öffentliche Bühne.

Doch nicht nur für einige Erstsemester präsentieren sich völlig neue Eindrücke der Stadt. Auch Busfahrer Helmut Esser (53) feierte in dieser Nacht Party-Premiere: zum ersten Mal steht auch er auf dem Dienstplan für die zwei Mal im Jahr jeweils zu Semesterbeginn stattfindende Sause. Und trotz einiger Vorbehalte im Vorfeld der Party bereut Esser es nicht, heute auf der „Partylinie” eingesetzt zu sein.

Die Menge hinter ihm stimmt „Ein hoch auf unseren Busfahrer an.” „Das macht Spaß” versichert Esser. Aber dennoch ist er froh, dass jeder der fünf Busse von einer Sicherheitskraft begleitet wird: „Wenn so viele Leute ein- und aussteigen, ist es unmöglich, die Türen alleine zu kontrollieren” erklärt der erfahrene Buschauffeur. So dürfen auch keine Flaschen oder Speisen mit in den Bus genommen werden. Das tut der Stimmung aber keinen Abbruch, im Gegenteil. Die Busse werden durch „Humbas” und diverse Schlagerlieder selber zur Partylocation.

Auch der Mechatronik-Student Jonas (23) und sein Freund und Maschinenbau-Student Alexander (22) können davon nicht genug bekommen: „Die Party ist toll, sie sollte am besten vier Mal im Jahr stattfinden.” Selbst Tamara (19) hat im fernen Loope von dieser Art des Feierns gehört und testete an diesem Abend etwa den „Königkeller” bevor Sie dann vielleicht im nächsten Sommer als Medizinstudentin für längere Zeit ihre Zelte in der Stadt aufschlägt. Oder aber die Schülerin ist schon bei der 26. Auflage der Shuttle-Party im Februar wieder dabei.
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