Vokalensemble „Nobiles“ in St. Konrad gefeiert

Von: Thomas Beaujean
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Aachen. Ihre Ausbildung und musikalische Prägung erhielten sie im berühmten Leipziger Thomanerchor, die fünf jungen Sänger des Ensembles „Nobiles“, das jetzt in St. Konrad in Vaalserquartier konzertierte. Seit 2006 bilden sie diese Formation mit einem Altus, einem Tenor, einem Bariton und zwei Bässen, und haben in diesen Jahren schon beachtliche Erfolge errungen.

 In Aachen waren sie mit einem Adventsprogramm angetreten, das einen weiten stilistischen Bogen schlug, angefangen in der Gregorianik über früheste Mehrstimmigkeit und die komplizierten Linienführungen eines Guillaume de Machaut bis zu zeitgenössischen Kompositionen, teilweise aus der Feder von drei Ensemblemitgliedern. Vom ersten Programmpunkt an, einem zweistimmigen Organalsatz aus der Zeit um 1140, besticht das Ensemble durch eine bemerkenswerte Homogenität und Einheitlichkeit der Vokalisation und durch die Lebendigkeit seines Vortrags, die auch Machauts archaisch anmutendem „Kyrie“ aus der musikhistorisch bedeutenden „Messe Notre Dame“ zugute kommt.

Adventssätze aus Renaissance und Barock werden moderneren Sätzen von Hugo Distler, Walter Rein oder Johannes Petzold gegenübergestellt. Bemerkenswert klangschön und harmonisch reich sind die Sätze der Ensemblemitglieder Peter Berg, Christian Pohlers und Paul Martin Heller.

Bestechend an diesem mit hochkarätigen Stimmen bestückten Ensemble ist die Sauberkeit der Intonation, die bei der Wiedergabe der vier kleinen Motetten von Francis Poulenc Triumphe feiert. Ihre dynamische Spannbreite erlaubt ihnen Klangwirkungen von gehauchten leisen Tönen bis zum nie forciert klingenden Fortissimo. Grundiert wird dieser Klang von zwei profunden Bässen, die dem Gesamtklang seine charakteristische Abrundung verleihen.

Die natürliche und sympathisch wirkende Ausstrahlung und das absolut professionelle Auftreten der fünf jungen Männer tat ein übriges, das Publikum am Ende zu lang anhaltendem Beifall zu animieren.

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