„Voices of Violence“: Film über sexuelle Gewalt im Kongo

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Aachen. „Die Demokratische Republik Kongo gehört für Frauen zu den gefährlichsten Ländern der Welt“, kritisiert Thérèse Mema Mapenzi die brutale Situation in ihrem afrikanischen Heimatland. „Sexuelle Gewalt wird gezielt als Kriegswaffe eingesetzt“, so die Preisträgerin des Shalom-Friedenspreises 2015.

Mit Unterstützung des Internationalen Katholischen Missionswerks Missio Aachen hat sie im Kongo Trauma-Zentren für Überlebende des blutigen Konflikts aufgebaut. Die Lebens- und Leidensgeschichten dieser Frauen dokumentiert die Filmemacherin Claudia Schmid in ihrem Film „Voices of Violence“, der in Koproduktion mit WDR/NDR entstanden ist. Die Kinopremiere mit anschließendem Podiumsgespräch mit der Filmemacherin und Thérèse Mema findet am Donnerstag, 10. März, um 20.15 Uhr im Apollo-Kino in Pontstraße statt. Als Gäste sind Claudia Schmid und Thérèse Mema Mapenzi dabei.

Im Mittelpunkt des Filmes stehen Frauen, „die trotz Demütigung, psychischer und physischer Gewalt ihr Schicksal nicht erdulden, sondern sich frei gekämpft und trotz großer Gefahren zur Wehr gesetzt haben“, erklärt die international renommierte Filmemacherin Claudia Schmid. Mit „Voices of Violence“ wolle sie die Zuschauer aufrütteln und zum politischen Handeln bewegen. „Missio Aachen unterstützt vor allem Trauma-Zentren im Kongo, weil hier die Not besonders groß ist. Frauen werden Opfer sexueller Gewalt.

In diesen Zentren werden die verwundeten Seelen im ganz elementaren Sinne des Wortes geheilt“, sagt Prälat Klaus Krämer, Präsident von Missio Aachen. Die kongolesische Trauma-Expertin will in Aachen auch über eine der Ursachen für den grausamen Konflikt im Kongo sprechen. „Der Krieg im Kongo hat etwas mit Euren Handys zu tun“, sagt Thérèse Mema und kritisiert den Handel mit Konfliktmineralien, die in dem afrikanischen Land zu finden sind und die in Smartphones zum Einsatz kommen.

Die Aktion Schutzengel für Saubere Handys ist für die engagierte Katholikin daher ein Herzensanliegen. Missio Aachen setzt sich mit der Aktion dafür ein, dass bei der Herstellung von Mobilfunkgeräten auf „blutiges Coltan“ aus dem Kongo verzichtet wird. 

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