Virtuose Klänge in Richterich

Von: Jutta Katsaitis-Schmitz
Letzte Aktualisierung:
6437799.jpg
Gelungener Konzertabend in Richterich: Der Instrumentalverein spielte Musik von Verdi bis Vlak, von „Marry Poppins“ bis zum traditionellen Schlussmarsch „Zum Städtel hinaus“. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Ein Bravissimo für den Instrumentalverein Richterich: Mit einem breit gefächerten Repertoire begeisterten sowohl das Jugendorchester, als auch das große Blasorchester des Instrumentalvereins die Zuhörer beim Herbstkonzert in der voll besetzten Peter-Schwarzenberg-Halle. Immer wieder ertönten aus den Reihen des Publikums „Super“-Rufe, begleitet von stürmischem Applaus.

Mit Beifall waren die elf jungen Musiker bereits empfangen worden und spielten zum Auftakt den bei jungen Leuten so beliebten „Rock Point 5“ von Bruce Paerson, dem ersten amerikanischen Disc-Jockey, gefolgt von der anspruchsvollen „The Water Music Suite“ von Georg Friedrich Händel. Mit harmonischem, stark rhythmischem und ausgewogen, klangvollem Spiel, war den jungen Instrumentalisten anhaltender Beifall sicher.

So auch bei dem chinesischen Volkslied „Peach Blossoms“ von Bruce Pearson. Und das war durchaus kein Zufall, wurde doch ihr jahrelanger Dirigent Qijian Xu, oder wie sie ihn freundschaftlich nennen „Jed“, in Peking geboren. Stolz waren die jungen Leute, dass sie auch in diesem Jahr wieder zusammen mit dem großen Blasorchester unter der Leitung von Willi Beckers die Melodie „Winnetou & Old Shatterhand“ spielen durften.

Von getragen bis heiter

In einen von erhabenen Klängen erfüllten Konzertsaal verwandelte sich die Schwarzenberg-Halle beim Spiel des großen Blasorchesters, dessen Instrumentalisten ein jeder für sich ein Virtuose ist. Ein Beispiel dafür gab Bernd Böker mit seinem Trompetensolo beim Adagio from Concierto de Aranjuez von Joaquin Rodrigo. Das Konzert wurde vor allem zu einer Hommage an Richard Wagner und Guiseppe Verdi, deren Geburtstage sich in diesem Jahr zum 200. Mal jähren.

Bei der Aufführung „Einzug der Gäste auf der Wartburg“ aus Wagners Oper „Tannhäuser“ und einem Melodien-Mix aus Verdis Opern („Aida“, „La Traviata“, „Rigoletto“ und „Nabucco“) erwies sich das Bläserensemble einmal mehr als ein symphonischer Klangkörper und ließ die Aufführung zu einem gelungenen Konzertabend werden. Unter dem Dirigat von Willi Beckers überzeugten die Bläser mit einem Spiel voller Leichtigkeit und gekonnten Wechseln zwischen getragen und heiter.

Zu einem der Höhepunkte im Verlauf des fast dreistündigen Konzerts wurde „Colorado River“ von Kees Vlak, bei dem Musik zur bildhaften Sprache wurde und die Zuhörer den reißenden Lauf des Stromes erleben ließ. Ob „Selections from Mary Poppins“, Hallelujah“ oder der traditionelle Schlussmarsch: „Zum Städtel hinaus“ – alles war ein Ohrenschmaus. Drei Zugaben, Beifallsbekundungen und Standing Ovations waren verdient, auch für die kurze Einlage der Walking-Jazz-Bläser mit „Ice-Cream“.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert