Viktor-Frankl-Schule erhält Auszeichnung

Von: Lamar-Aron Klassen
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Lohn für konsequente Förderung: Schulleiterin Beate Jahn (2.v.r.) freut sich über die Auszeichnung der Viktor-Frankl-Schule. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Die Aula der Viktor-Frankl-Schule war mit Zuschauern gefüllt, als die Schulband ihren großen Auftritt hatte. Vor allem ein selbst komponiertes Lied packte die Emotionen der Zuschauer. Mit der Textzeile „Ich war oben, ich war unten. Ich habe gesucht und habe gefunden“ gaben die Schüler Einblicke ins Seelenleben.

Anlass des Auftritts war die jüngst vorgenommene Verleihung des Berufswahl-Siegels der Städteregion Aachen. Geehrt wurde die Förderschule für die besonders gute und zukunftsorientierte Begleitung der Schüler im Übergang von der Schule in das Berufsleben.

„Früher war das leider überhaupt kein Thema. Die Crème de la Crème meiner Schüler landete nach der Schulzeit oft wieder zuhause“, schilderte Schulleiterin Beate Jahn die Ausgangssituation, die sie vor 14 Jahren vorgefunden hatte. Mittlerweile würden die Potenziale der Schüler viel früher erkannt und gefördert.

Mit der Hilfe von vier großen Kooperationspartnern werden die sozialen Kompetenzen der Schüler nun auch immer klarer als Gewinn für den Arbeitsmarkt wahrgenommen. Das Möbelhaus Porta, der IT-Dienstleister Regio IT, Rewe Stenten und die Stadt Aachen unterstützen die Schule bei der Verwirklichung von Schülerpraktika und der Umsetzung des neuen Stundenplanmodells.

Dieses beinhaltet, wie die stellvertretende Schulleiterin und Koordinatorin der beruflichen Förderung Kerstin Klingebiel erklärte, für die Schüler einen integrierten Arbeitstag pro Schulwoche. „Ohne unsere Partner und eine klare Förderstruktur würde diese Erfolgsgeschichte nicht funktionieren“, stellte Klingebiel heraus. Markus Terodde, Dezernent der Städteregion, lobte die Langfristigkeit der Förderung: „Die vielfältige, individuelle Betreuung so wie das Sammeln beruflicher Erfahrungen lässt am Ende sowohl Schüler als auch Unternehmen davon profitieren.“ Die 66 Seiten lange Bewerbung der Viktor-Frankl-Schule für das Siegel hatte diese großen Pluspunkte herausgestellt und stand damit an der Spitze eines allgemein positiven Trends. Viele Förderschulen folgen mittlerweile dem positiven Beispiel oder wie Schulleiterin Jahn es beschreibt: „Wenn man einen Stein ins Wasser wirft, bekommt es Wellen.“

Dass die Band neben gesanglichen Qualitäten auch mit der Präsentation der geehrten Förderung glänzen kann, bewies Sänger Niels Rader. Der Zehntklässler stellte seinen Weg an der Viktor-Frankl-Schule per Power-Point-Präsentation dar und sah sich auf den für ihn bevorstehenden Übergang in das Berufsleben gut vorbereitet. Oder wie der eigens komponierte Song es beschrieb: „Am Ende ist alles in Ordnung.“

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