Aachen - Vierter Lichtaktionstag: Damit nicht nur den Radlern ein Licht aufgeht

Vierter Lichtaktionstag: Damit nicht nur den Radlern ein Licht aufgeht

Von: Katrin Haas
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Reges Interesse: Beim kostenlo
Reges Interesse: Beim kostenlos Lichtcheck am Elisenbrunnen - inklusive Reparatur - nahmen die Radfahrer gerne etwas Wartezeit in Kauf. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Die Menschen haben sich warm eingepackt und stellen sich mit ihrem Zweirad geduldig in die lange Schlange. Catharina Zeiß hat sich bereits angestellt, bevor es überhaupt los geht: Sie war bereits zwei Mal beim Lichtaktionstag am Elisenbrunnen und weiß, dass es hier auch mal etwas dauern kann.

Aber das nimmt sie gerne in Kauf: „Wenigstens ist mein Fahrradlicht dann richtig repariert und hält länger”, sagt sie. Bereits zum vierten Mal findet der Lichtaktionstag im Rahmen der Kampagne „FahrRad in Aachen” statt, dieses Mal unter dem Motto „Fahr Rad in Aachen, aber helle!” Denn spätestens zur dunklen Jahreszeit müssen die Lampen und Lichter natürlich wieder auf Vordermann gebracht werden.

Die Mitarbeiter der Fahrradhändler „Flizz Eurobike”, „Velo”, „Sausewind” und „B.O.C.” werkeln kostenlos an vier Stationen an den Drahteseln herum, die Materialkosten bezahlen aber die Fahrradfahrer. Da die teilnehmenden Händler die Materialen spenden, geht der Gewinn des Lichtaktionstages an die „Wabe”.

„Der Aktionstag kommt total gut an, es kommen meist etwas über 100 Menschen”, sagt Dr. Stephanie Küpper, Projektleiterin „Fahr Rad in Aachen” vom Fachbereich Stadtentwicklung. „Ungefähr 50 Prozent der Fahrradfahrer fahren ohne Licht. Das ist gedankenlos, denn sie gefährden nicht nur sich, sondern auch andere”, wiederholt sie eine Selbstverständlichkeit.

Eine aktuelle Entwicklung sind batteriebetriebene Lampen, die an den Lenker und Gepäckträger „geklippt” werden. „Die batteriebetriebenen Lampen werden toleriert, denn in der Praxis sieht es halt so aus, dass die Polizei zufrieden ist, wenn man überhaupt ein Licht am Rad hat”, erklärt Frank Regge von der Firma „Busch und Müller”, die einen Teil der Materialen gespendet hat.

Ein Trugschluss ist, dass Straßenlaternen und die Autoscheinwerfer genug leuchten, damit die Radfahrer gesehen werden. „Die Stadt ist so hell beleuchtet, da fehlt dann der Kontrast”, sagt Gerd Scholz von „Flizz Eurobike”. Und der Dynamo macht das Trampeln auch nicht mehr schweißtreibend: „Der Dynamo ist heute nicht mehr anstrengend, das Problem ist eher, dass die Leute dafür kein Geld ausgeben wollen”, sagt Regge.

Am Elisenbrunnen klären außerdem Polizei und Verkehrswacht über weitere Sicherheitsregeln auf, wie den passenden Fahrradhelm und helle Kleidung. Damit das Thema Sicherheit im Radverkehr auch schon bei den Kleinsten ankommt, gehen die Mitarbeiter der Kampagne „Fahr Rad in Aachen” auch in Kindergärten und Grundschulen. Für die jungen Radler gibt es dann einen reflektierenden Sicherheitskragen, der sie auf dem Schulweg sichtbarer macht.
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