Aachen - Vierte Gesamtschule soll nur knapp 14 Millionen kosten

Vierte Gesamtschule soll nur knapp 14 Millionen kosten

Von: os
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Schick, aber teuer: Das war de
Schick, aber teuer: Das war der erste Eindruck, den der Siegerentwurf zur vierten Gesamtschule an der Sandkaulstraße hinterließ. Jetzt hat die Verwaltung Sparpotenziale ausgemacht. Foto: Architekturbüro Kresing

Aachen. Als der Siegerentwurf feststand, war man allseits voll des Lobes: Was sich Rainer Maria Kresing aus Münster für den Architektenwettbewerb um die vierte Aachener Gesamtschule an der Sandkaulstraße hatte einfallen lassen, entsprach bestens den Vorgaben, die die Politik in baulicher wie pädagogischer Sicht für eine moderne Schule gesetzt hatte.

Der Haken: Dass die Umsetzung der Pläne mit stolzen 16,1 Millionen Euro angesetzt wurde, ließ manchen Politiker schwer schlucken. Dabei soll Kresings Entwurf sogar noch zu den günstigsten gezählt haben, bloß: Politik und Verwaltung hatten für das Großprojekt Gesamtschule deutlich weniger Mittel veranschlagt. Jetzt immerhin gibt es leichte Entwarnung. Die Verwaltung hat die Pläne auf Sparpotenziale abgeklopft und tatsächlich einiges gefunden. Nur noch 13,85 Millionen Euro soll das Ganze nun kosten, also gut zwei Millionen Euro weniger. Dabei liegt man zwar immer noch 850 000 Euro über der Obergrenze von 13 Millionen, die die Politik zuletzt für das reine Schulgebäude und die dringend benötigte neue Zweifachturnhalle vorgegeben hatte. Doch empfiehlt die Verwaltung, diese Sparvariante umzusetzen, „da die Einsparpotenziale weitestgehend ausgeschöpft wurden”, wie es in der Vorlage für die gemeinsame Sitzung von Planungs- und Schulausschuss am 30. August heißt.

Erzielt werden können die Einsparungen laut Verwaltung durch wesentlich geringere Eingriffe in die Konstruktion der „Türme” des Altbaus der Schule. Außerdem könnten drei der vier Fassaden, die sich in einem „zeitgemäßen ordentlichen Zustand” befänden, erhalten bleiben. Und nicht zuletzt habe man den Entwurf des Neubaus so überarbeitet, dass das Bauvolumen um 17 Prozent der Bruttogeschossfläche reduziert werden könne. Deutliches Sparpotenzial machte man auch bei der neuen Turnhalle aus, für die der Architekt zusätzliche Ballspielflächen auf dem Dach vorgesehen hatte. Doch kosten die bis zu 850.000 Euro, weswegen die Verwaltung schlicht den Verzicht empfiehlt.

Unter dem Strich sehen die städtischen Sparer trotz dieser Maßnahmen das „festgelegte Raum- und Funktionsprogramm vollständig berücksichtigt, so dass keine Beeinträchtigung in der Umsetzung des pädagogischen Konzepts” zu erwarten sei. Die Politik solle deshalb die zusätzlichen 850.000 Euro locker machen und baldmöglichst den Baubeschluss anstreben.
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