Aachen - Vierte Gesamtschule kommt nicht ins David-Hansemann-Schulhaus

Vierte Gesamtschule kommt nicht ins David-Hansemann-Schulhaus

Von: Thorsten Karbach
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Erleben schon ihre dritte Gesamtschule: Die alten Schulhäuser zwischen Sandkaulstraße und Bergstraße. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Aller guten Dinge sind sprichwörtlich drei. Und wenn es um die vierte Gesamtschule geht, dann muss ihr Standort als gutes Omen gewertet werden. Nur mit einem entscheidenden Unterschied.

Während die nun in Brand angesiedelte und die Maria-Montessori-Gesamtschule an der Sandkaulstraße von vornherein nur auf Zeit ihren Dienst aufnahmen, soll die vierte Gesamtschule dauerhaft die Räume und Höfe zwischen Sandkaulstraße und Bergstraße mit Leben füllen.

Die David-Hansemann-Realschule dagegen wird weiter im „alten” Schulhaus an der Ecke Rochusstraße untergebracht bleiben. Damit ist klar, dass die Kinder der vier fünften der neuen Schule nicht, wie von Eltern befürchtet, die Sandkaulstraße zwischen den Schulgebäuden queren müssen.

Damit gibt es 116 Schüler und ein Gebäude, nachdem sich die Politik bereits vor Monaten für den Standort an der Sandkaulstraße ausgesprochen hatte. Für die Schulleitung und das Lehrerkollegium ist die Bezirksregierung zuständig. Die Aachener Politiker von CDU, Grünen und SPD wollen aber bei der Ausgestaltung der neuen Gesamtschule nicht auf die Bezirksregierung warten und all das vorbereiten, was in ihrer Macht steht.

In einem Ratsantrag fordern sie die Verwaltung auf, in einer Studie das Raum- und Standortangebot vor Ort zu erfassen und im Hinblick auf eine „leistungsfähige vierzügige Ganztagsgesamtschule” zu entwickeln. „Wir müssen dafür sorgen, dass die baulichen Voraussetzungen stimmen”, kommentiert Claus Haase (SPD). Und auch die Eltern sollen bei der Planung mit ins Boot.

Natürlich hat die Politik den Standort schon unter die Lupe genommen und auch finanziellen Spielraum geschaffen. Geld, was eigentlich für die drei Hauptschulen, die ebenso keine neuen Kinder mehr aufnehmen wie die David-Hansemann-Realschule, bestimmt war, wurde im Schulausschuss für die vierte Gesamtschule bereitgestellt. Und zwar 300.000 Euro 2011 und jeweils rund zwei Millionen Euro 2012 und 2013. Ebenso hat die Verwaltung zunächst einmal die Planung für eine neue Turnhalle auf dem Gelände als Ersatz für die Halle Minoritenstraße gestoppt - möglich wäre eine größere Variante.

Auch wenn die ersten Schüler mühelos in den Räumen, die aktuell von der Realschule, der Volkshochschule und der Amos-Comenius-Privatschule (deren Mietvertrag aber ausläuft) genutzt werden, Platz finden, denken die Politiker schon einige Schritte weiter. Insbesondere der Pavillon an der Sandkaulstraße und ein Verbindungstrakt sind laut Michael Rau (Grüne) kaum mehr sanierbar.

Neubauten müssen wohl her. Und auch die Klassenraumtürme werden wohl im Laufe der nächsten Jahre saniert. Bis zum Herbst soll es Pläne geben. Realistisch wäre ein Neubau im Herbst 2012, in fünf Jahren soll die Schule dann ein neues Gesicht haben. Rau und CDU-Planungsexpertin Maike Schlick sprechen von einem baulichen Gesicht, dass man der neuen Schule geben möchte. Für deren Namen ist die Politik freilich nicht zuständig. Der könnte weiter David-Hansemann-Schule lauten, aber das ist letztlich „Baustelle” der neuen Schulkonferenz.
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