Vier Roma-Filme machen ab Donnerstag den Anfang

Von: Günter H. Jekubzik
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Aachen. Am Donnerstag startet im Eden-Kino (19.30 Uhr) mit Eric Kusturicas großartiger Tragikomödie „Schwarze Katze, weißer Kater“ nicht nur ein neues Semester mit Filmen der Volkshochschule.

Diesmal ist die ganze Reihe in vielerlei Hinsicht neu. Dr. Karl Thönnissen, seit dem 1. Juli Leiter Allgemeine Weiterbildung und Öffentlichkeitsarbeit, frischte das filmische Bildungsangebot unter dem Titel „cineVHS“ auf – mit neuem Konzept und wechselnden Themen zu historischen oder aktuellen Schwerpunkten.

Aus „Filmwelten“ wird „cineVHS“, und auch sonst ändert sich eine ganze Menge. Seit mehr als 40 Jahren hat die Volkshochschule auch Film im Programm. Von der Initiatorin Lucrezia Hartmann kenntnisreich über Jahrzehnte programmiert, ersetzten die verschiedenen Reihen ein Kommunales Kino und waren oft einziger Hort für historische und kulturelle Filme.

In den letzten Jahren verkamen die VHS-Reihen zur optischen Grabbelkiste mit Filmen, die oft kurz vorher bereits im Kino liefen oder gerade auf DVD erschienen. Nun sollen relevante Themen ein neues Profil schaffen, wie Dr. Karl Thönnissen beschreibt: „relevante Statements sowohl in cineastisch-künstlerischer als auch in gesellschaftlich-politischer Hinsicht“.

Es gibt „fünf thematische Reihen mit je vier Filmen, die in knapper Weise innerhalb eines Themas einen cineastischen Überblick bieten“.

Die Schwerpunkte ergeben sich aus historischen Daten, aus dem VHS-Programm, aus gesellschaftlichen Entwicklungen oder dem Kulturprogramm in Aachen. Thönnissen: „Die erste Reihe von Roma-Filmen passt zu der aktuellen VHS-Ausstellung mit zwei britischen Roma-Künstlern. Beides ist außerdem ein Beitrag zum Ende der europäischen ‚Decade of Roma Inclusion 2005 - 2015‘ sowie andererseits ein hoffentlich nachdenklich stimmender Kommentar zum VHS-Semesterthema ‚Heimat’, das wiederum am Ende des Semesters eine eigene Reihe bekommt.“

Thema Vietnam-Krieg

Nach vier teilweise preisgekrönten Roma-Filmen im September folgt im Oktober die Filmreihe „Viet­nam-Krieg“, 40 Jahre nach dem Ende des Konflikts. Neben Klassikern wie Ciminos „Die durch die Hölle gehen“ und „Apocalypse Now“ in der langen Redux-Version gibt es auch die hintergründige USA-Kritik in „Der stille Amerikaner“ nach dem Roman von Graham Greene.

Traditionsgemäß werden im Herbst auch die Aachener Krimitage von der Volkshochschule (an abweichenden Wochentagen) koordiniert und filmisch begleitet. Zum 20. Todesjahr von Patricia Highsmith gibt es nicht nur eine Lesung, sondern auch vier Krimiverfilmungen, davon drei Ripley-Filme.

Thönnissen, der auch die Filmauswahl trifft, trennt sich von der Fixierung auf die Originalversionen: Drei der vier Roma-Filme sind in Originalversion zu hören, einer ist synchronisiert. Im Eröffnungsfilm „Schwarze Katze, weißer Kater“ geht es „auch um Spaß und Klamauk, und dem Vergnügen daran dient die deutsch synchronisierte Fassung meines Erachtens eher“, sagt Thönnissen.

Der VHS-Kinotag ist nun der Donnerstag, los geht es um 19.30 Uhr. Nur das Kino bleibt mit dem Eden in der Franzstraße das alte. Und der Eintritt beträgt 5 Euro.

„Ein qualitätvolles Angebot mit gesellschaftlicher Relevanz für ein breites Publikum, also ohne Elitismus und ohne sonstige Barrieren jedweder Art“, verspricht Karl Thönnissen.

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