Vier Jahre Haft für Schießerei in Metzgerstraße

Von: Wolfgang Schumacher
Letzte Aktualisierung:
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Tatort Metzgerstraße: Hier kam es zu den Schüssen auf eine Personengruppe.

Aachen. Im Prozess um eine wilde Ballerei in der Metzgerstraße hat es nun eine Verurteilung gegeben: Gabriel V. (29) muss wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz vier Jahre in Haft. Seine zwei Mitangeklagten, Denis S. und Christian V., waren vor vier Wochen freigesprochen worden.

Die Schwurgerichtskammer am Aachener Landgericht konnte Denis S. und Christian V. nicht zweifelsfrei eine unmittelbare Tatbeteiligung nachweisen.

In der Fehde zwischen zwei eigentlich befreundeten und auch verwandtschaftlich verbundenen Familien war es am 17. Juni 2013 zu einem richtigen Showdown am Sommerabend des 17. Juni 2013 an der Ecke Metzger- und Feldstraße gekommen.

Hier wohnte eine der beiden Familien, deren vier Söhne seit einigen Wochen mit dem Angeklagten und seiner Familie zerstritten waren - meist wegen nichtiger Vorfälle in Diskotheken und Rangeleien.

An diesem Sommerabend hatten sich, so stellte der Vorsitzende Richter Hans Wimmer in der Urteilsbegründung fest, bis zu 70 Mitglieder der einen Gruppe in der Stadt versammelt. Außerdem hielten sich den ganzen Tag über Freunde des Angeklagten in der Wohnung von Christian V. in der Bleiberger Straße auf – alle zum Kampf bereit.

Eine Gruppe unter Führung des verurteilten Gabriel V., dem Halbbruder von Christian V., fuhr mit dem Tatwagen, einem dunklen Mercedes, in der Metzgerstraße vor und eröffnete aus den Fensterschlitzen im Fonds der Limousine das Feuer auf die vor der Haustüre der Feldstraße stehenden Brüder und weitere Freunde und Verwandte.

„Es waren mindestens 14 Schüsse“, sagte der Richter. Sie seien aus zwei Waffen aus dem Mercedes heraus abgefeuert wurden. Dabei ließen sich Kugeln der Waffe des Angeklagten zuordneten. Dass man nur in die Luft geschossen habe, sei eine reine Schutzbehauptung, stellte der Richter fest. „Dort ist gezielt gefeuert worden“, eine Tötungsabsicht habe aber nicht bestanden. Einer der Mittäter ist untergetaucht, der mutmaßliche Fahrer hatte sich gestellt.

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