Vielen reicht Kugelschreiber und Starterliste längst nicht mehr aus

Von: Verena Richter
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Smartphone, Tablet, Computer: Melanie Salmen versorgt die CHIO-Fans via Internet, Facebook und Twitter mit allen Neuigkeiten vom Reitturnier in der Soers. Foto: Verena Richter

Aachen. Starterliste, Kugelschreiber und spannende Wettkämpfe, für manche CHIO-Besucher braucht es kaum mehr, wenn sie im Stadion Platz nehmen und die Wettbewerbe verfolgen.

Doch anderen reicht diese „klassische“ Turnierausrüstung nicht. Viele möchten mehr – mehr wissen, mehr erfahren, mehr erleben, mehr sehen und mehr verstehen.

Für sie und für alle, die es nicht persönlich in die Aachener Soers schaffen, stellt der Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV) dieses „mehr“ in digitaler Form zur Verfügung: Auf der Internetseite, auf Facebook, auf Youtube und auf Twitter kann jeder das Weltfest des Pferdesports verfolgen und miterleben.

Melanie Salmen ist beim CHIO zuständig für den Bereich Internet-Redaktion, soziale Medien und CHIO-App und weiß genau, dass dieser Bereich in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen hat. „Der CHIO ist sehr digital geworden“, sagt die 31-Jährige, die unter anderem dafür sorgt, dass die Ergebnisse und Neuigkeiten zeitnah transportiert werden, zuerst ins Internet und dann über Facebook und Twitter.

Doch das ist natürlich längst nicht alles: Während Kollegin Saskia Stahl unter anderem Filme für den CHIO-eigenen Youtube-Kanal erstellt, ist Melanie Salmen immer auf der Suche nach spannenden Geschichten am Rande des Turniers. „Wir fragen uns einfach, was man noch an Informationen bieten kann“, erklärt die junge Frau.

Keine Einbahnstraße

Doch der digitale CHIO ist keine Einbahnstraße. „Interaktivität“ heißt das Zauberwort. So gibt es zum Beispiel bei Facebook das „Schlaumeier-Info“, ein Quiz, bei dem etwa gefragt wird, wie viel Stroh beim CHIO verbraucht wird oder wie viel Futter ein Pferd in einer Woche frisst. „Und die Leute wissen ganz oft die Antwort“, sagt Melanie Salmen ein wenig erstaunt über das Fachwissen der Nutzer.

Jetzt während des Turniers ergeben sich die bunten Geschichten für die sozialen Medien quasi von selbst, dazu muss Melanie Salmen im Grunde nur Augen und Ohren offen halten. „Im Moment kann man gar nicht alles erzählen“, sagt sie. Kniffliger wird es, wenn das Turnier vorbei ist. „Der CHIO soll ja das ganze Jahr in den Köpfen der Menschen bleiben.“ Und damit er dort bleibt, verbreitet Melanie Salmen zwischen den Turnieren Neuigkeiten über Reiter, das Gelände und über Maskottchen Karli, das übrigens auch eine Facebook-Seite hat und ziemlich aktiv ist.

Wer sich nun fragt, ob der Aufwand denn wirklich nötig ist, dem sagt Melanie Salmen klar: „Ja!“ Als klar wurde, welche Möglichkeiten man dank der sozialen Medien hat, mit den Fans zu kommunizieren, habe der CHIO Aachen sofort seine Profile erstellt. Und wie man heute sieht, war es offenbar eine gute Entscheidung. „Die Fans bekommen einfach nicht genug, und ich finde Social Media spannend, weil es lebt“, sagt Melanie Salmen.

Natürlich heißt das auch, dass sie immer am Ball bleiben, die Fragen der Nutzer beantworten und sämtliche Kommentare lesen muss. Letzteres kann dann auch schon mal zu Verdruss führen, denn schlechte Kommentare gibt es auch. „Jeder darf seine Meinung haben und auch sagen, solange er damit niemanden beleidigt oder diffamiert.“ Dann müsse man natürlich einschreiten, sagt Melanie Salmen, die immer wieder beobachtet hat, dass die Fans viele Dinge auch oft unter sich ausmachen und ein schlechter Kommentar fast immer einen Gegenkommentar nach sich zieht.

„Das ist sehr aufregend“, bemerkt die gebürtige Remscheiderin, die sich in der Regel aber über schöne Kommentare und immer mehr Fans freuen kann. Denn viele Besucher nehmen neben Starterliste und Kugelschreiber inzwischen eben auch ihr Smartphone oder Tablet zur Hand, wenn sie ins Reitstadion gehen.

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