Viele Vorschläge für den Radschnellweg

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So sieht er im niederländischen Nimwegen aus: Ein ähnlicher Radschnellweg ist zwischen Aachen und Heerlen geplant. Die Bürger haben für das deutsch-niederländische Projekt rund 86 Vorschläge eingebracht, die nun in Workshops gewichtet und weiterentwickelt werden sollen. Foto: Städteregion Aachen

Aachen. Über den großen Rücklauf hat man sich im Verwaltungsgebäude an der Zollernstraße gefreut: Insgesamt 86 Vorschläge sind im Rahmen der Machbarkeitsstudie in die Planung des „Radschnellwegs Euregio“ aufgenommen worden, teilte die Städteregion nun mit.

Zahlreiche konkrete Ideen und Anregungen zur Trassenführung wurden bis Ende Juni im Internet präsentiert. „Die Resonanz war sehr positiv“, freut sich Ralf Oswald, Radverkehrsbeauftragter der Städteregion. „Zwischen Aachen und Richterich gibt es beispielsweise Vorschläge, den Radschnellweg über bereits bestehende Straßen, den geplanten Campus am Westbahnhof und neben der Bahnlinie oder über die Soers zu führen. Die Bürger haben sich wirklich sehr viele Gedanken gemacht, auch zur Gestaltung im Bereich Kohlscheid und weiter nach Herzogenrath.“ Alle Streckenvorschläge und Kommentare können online unter www.radschnellweg-euregio.de eingesehen werden.

Im nächsten Schritt soll nun unter Berücksichtigung der Vorschläge eine konkrete Streckenvariante entwickelt werden. Dazu werden die Ideen der Bürger zunächst bewertet und gewichtet. Im Herbst werden in Herzogenrath-Kohlscheid und Aachen-Richterich bzw. Laurensberg Workshops für alle Interessierten angeboten. Nach der Ausarbeitung einer bestimmten Trasse werden, voraussichtlich im kommenden Jahr, dann die politischen Gremien der Projektpartner – der Städteregion, der Städte Aachen und Herzogenrath – entscheiden, ob die Planung für den Radschnellweg weiter fortgesetzt und dieser realisiert werden soll.

Ziel des geplanten Radschnellwegs Euregio ist, mit dem Fahrrad über eine möglichst attraktive Verbindung zwischen Aachen und Herzogenrath mit Abzweigen nach Kerkrade und Heerlen zur Arbeit zu gelangen. Die Städteregion war ursprünglich einer von fünf Gewinnern beim Planungswettbewerb des Landes Nordrhein-Westfalen. Dank der Landesförderung wurde Anfang dieses Jahres eine sogenannte Machbarkeitsstudie beauftragt, die nun untersucht, ob und mit welcher Linienführung eine hochwertige und schnelle Radverbindung für die Region Vorteile bringen kann. Projektpartner sind die Stadt Aachen und die Stadt Herzogenrath sowie auf niederländischer Seite die Gemeinden Heerlen und Kerkrade sowie die Provinz und die Parkstad Limburg.

In den Niederlanden wurden bereits einige Radschnellwege sehr erfolgreich umgesetzt. Deshalb haben sich die deutschen Planer im Vorfeld der Bürgerbeteiligung exemplarisch den Rijn-Waalpad in Nijmegen angeschaut, der mit konkreten Vorschlägen, Ideen und Kritik zur Trassenführung in einem ähnlichen Verfahren und mit großem Engagement der Bürger entwickelt wurde.

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