Viele frische Farben für den düsteren Tunnel

Von: Katharina Redanz
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Mehr als nur ein neuer Anstric
Mehr als nur ein neuer Anstrich: Die Unterführung in Richterich hat dank starker Partner eine deutliche Aufwertung erfahren. Foto: Andreas Schmitter

Richterich. Strahlende Farben und helle Beleuchtung statt Dunkelheit und Mief: In Richterich wird die Bahnunterführung zwischen Roermonder Straße und Horbacher Straße ordentlich aufgewertet. Seit 1968 gibt es die Unterführung, sie war sogar mit einer Fußbodenheizung ausgestattet.

Nun aber ist gehörig in die Jahre gekommen war, dient aber weiterhin als wichtige als Verbindung für Fußgänger zwischen Alt-Richterich und Neu-Richterich. „Wir sind auf diese Überführung angewiesen”, sagt Bezirksbürgermeisterin Marlies Köhne, „und es war klar, dass hier etwas getan werden musste, Leute haben sich schon beschwert.”

Vor einigen Jahren bereits versuchte man die Unterführung aufzuwerten, nun aber ist es gelungen: Auf Initiative der Bezirksvertretung wurde in Kooperation mit der Volkshochschule Aachen und dem Kinder- und Jugendzentrum „CUBE” geplant, den Tunnel unter dem Motto „Let there be energy” neu zu gestalten. Der Titel wurde gewählt in Anlehnung an das Bauvorhaben in Richtericher Dell, wo Wohnhäuser mit regenerativen Energien entstehen sollen. Man entschied sich für eine Gestaltung mit Graffiti, das besonders die Jugendlichen ansprechen soll, und schließlich ist „gutes Graffiti der beste Schutz gegen Schmierereien”, so Graffiti-Künstler Jamil Sumiri.

Der 24-Jährige, der bereits die Skate-Anlage in Richterich-Schönau neu gestaltete, wurde gemeinsam mit zwei weiteren Sprayern beauftragt, die Leitung des Projektes zu übernehmen. Zusätzlich wirkten zehn Jugendliche aus dem Jugendzentrum „Cube” mit. Vorgaben waren gegeben: Regenerative Energien sollten hauptsächlich in Blau und Grün, stellvertretend für Wasser und Himmel, Braun, stellvertretend für die Erde und in Orange - für die Sonne - dargestellt werden. Und dies ist gelungen. Auf leuchtendem, hellblauen Hintergrund strahlen einzelne sogenannte „Masterpieces”, also Figuren und Schriftzüge, dem Fußgänger entgegen.

Die Richtericher Bürger waren begeistert von der Aktion und brachten sich so gut es ging mit ein: Eine Gaststätte beispielsweise versorgte die jungen Künstler mit Getränken und räumte die Garage für das Equipment, die Freiwillige Feuerwehr und ein Fußballverein halfen mit beim Grundieren, zwei Malerbetriebe stellten Gerüste zur Verfügung und gaben Tipps. Finanziert wurde das Projekt vom Bezirksamt, der Stawag und der Sparkasse Aachen.

Das Projekt kommt in Richterich bereits vor der Fertigstellung außerordentlich gut an. Passanten beispielsweise loben die Aufwertungin höchsten Tönen: „Das sieht super aus und ist mal was anderes”. Sogar der Schützenverein hat schon Interesse bekundet und möchte auf einem Container sein Emblem ebenso erstrahlen lassen wie die gesamte Unterführung.
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