Viel umjubeltes Doppelkonzert von Mozart bis zu den Beatles

Von: Katharina Redanz
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Seit zehn Jahren stimmgewaltig unterwegs: der Aachener Frauenchor „Dem Odysseus seine Sirenen“. Foto: Andreas Steindl

Aachen. „Dancing in September“ und „Rainy Day“ – beides passt nicht wirklich zu einem sonnigen Tag. Dennoch ließen sich die beiden Chöre „Dem Odysseus seine Sirenen“ und „Ohrkohr“ nicht beirren und sangen in den Burtscheider Kurparkterrassen erstklassig.

Beide Chöre haben unter der Leitung von Dr. Lutz Felbick ein Konzert gegeben – zum doppelten Jubiläum: Der Frauenchor „Dem Odysseus seine Sirenen“ feiert in diesem Jahr zehnjähriges Bestehen, das Vokalensemble „Ohrkohr“ bereits seinen 25. Geburtstag.

„Das wir mal so ein doppeltes Jubiläumskonzert spielen hätte ich damals im Leben nicht erwartet“, sagte Dr. Lutz Felbick, der bei beiden Chorgründungen dabei war und die Chöre immer noch leitet. „Wenn man einen Chor gründet, weiß man nie wohin das führt.“ Nun freute er sich umso mehr: „Es ist ein supertolles Gefühl, hier mit beiden Chören zu stehen.“

Die „Sirenen“ mit etwa 25 Sängerinnen füllten den ersten Teil des Abends mit einer Mischung aus klassischer, Film- und Popmusik: Unter anderem waren das „Ave Verum“ von Mozart, „Vois sur ton chemin“ aus dem französischen Film „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ und bekannte Songs wie „Hey Jude“ von den Beatles und „Mr. Sandman“ von The Chordettes dabei. „Wir haben uns bewusst für eine solche große Mischung aus klassischer Musik und Popmusik entschieden“, erklärte Felbick, so könne das ganze Vermögen eines Chores präsentiert werden.

Auch der „Ohrkohr“ begann anschließend mit klassischen Liedern und endete nach verschiedenen Popsongs mit Jazzballaden. Fast 20 Männer- und Frauenstimmen begeisterten hier unter anderem mit dem Stück „Hallelujah“ von Leonard Cohen oder den Comedian Harmonists: „Der kleine grüne Kaktus ist dem Chor heute Abend besonders gut gelungen“, so Felbick. Neben dem Gesang präsentierte das Ensemble bei diesem Stück eine eigens für das Konzert eingeübte Choreographie – der Chor habe sich mit einer Schauspielerin besonders vorbereitet, „so gab es mit dieser Schauspielerei auch nach 25 Jahren singen nochmal eine Premiere für die Sänger“, sagte Felbick.

Insgesamt 170 Männer und Frauen hätten seit Gründung beider Chöre mitgesungen –beispielsweise aufgrund von Umzügen gäbe es allerdings immer eine hohe Fluktuation in der Besetzung. Für das große Jubiläum nun seien aber viele Ehemalige zum Zuhören gekommen – ein Sänger nahm den Weg aus Flensburg auf sich und saß nun begeistert unter den Zuhörern. Vor beinahe ausverkauftem Haus sangen beide Chöre zusammen etwa zwei Stunden lang. Für das Publikum zu wenig: Der Applaus ebbte selbst nach den Zugaben nicht ab. „Es ist toll, dass das Publikum so mitgegangen ist. Insgesamt war es ein richtig gutes Doppelkonzert“, sagte Felbick, nachdem das gesamte Publikum beim finalen „All you need is love“ mit eingestimmt hatte.

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