Viel Holz und noch mehr Ideen: Kreativhaus lockt die Jugend

Von: Lale Dalz
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Bietet reichlich Platz für neue Aktionen: Das Kreativhaus „am Molle“ soll komplett von den Jugendlichen selbst gestaltet und verwaltet werden. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Nach vielen Jahren der Planung ist es endlich Wirklichkeit geworden: Das Kreativhaus im Bürgerpark Moltkebahnhof steht und soll zukünftig einen Raum für kreative Jugendliche bieten. Es soll die Möglichkeit eröffnen, sich künstlerisch zu betätigen, zu experimentieren und etwas ganz Eigenes auf die Beine zu stellen.

Ein flexibler, heller Raum aus Holz mit viel Platz ist entstanden. In den Herbstferien haben Schülerinnen und Schüler der Maria-Montessori-Gesamtschule bereits Stühle gebaut, selbst geschreinerte Regale sollen folgen. Um auch draußen sitzen zu können, gibt es Hocker aus beschnitzten Stücken von Baumstämmen. Zunächst vor allem durch die Jugendkunstschule Bleiberger Fabrik und die Gesamtschule genutzt, soll es perspektivisch zu einem selbstverwalteten Zentrum werden. Dort sollen die Jugendlichen selbst Verantwortungen übernehmen und möglichst viel gestalten können. „Aufsuchende Jugendkulturarbeit“ nennt sich das Konzept, welches die Jugendlichen dort abholen möchte, wo sie sich aufhalten. Den Impuls dazu hatte Sybille Keupen, Leiterin der Bleiberger Fabrik, bereits 2009 gegeben. Auf dem Weg von der Idee zum tatsächlichen Haus gab es viele Hürden und Stolpersteine – aber auch einiges an Unterstützung.

Bei der feierlichen Einweihung bedankte sie sich deswegen herzlich bei den vielen Sponsoren, die mit Spenden und tatkräftiger Unterstützung geholfen hatten. Gisela Nacken, Dezernentin für Planung und Umwelt der Stadt Aachen, Architekt Tim Panzer sowie die Direktorin der Montessori-Gesamtschule Aachen und Jens Kampermann vom Lehrgebiet Bauplanung und Realisierung der RWTH sind nur einige der Unterstützer, die die Durchführung dieses Projektes möglich gemacht haben.

Auch Bernd Neuendorf, Staatssekretär für Kinder- und Jugendarbeit des Landes NRW, war anwesend und gratulierte allen Beteiligten zu dieser Leistung. Denn das Kreativhaus ist in NRW das erste seiner Art – gerade darum hatte es bei der Planung und Finanzierung bürokratische Hürden gegeben. Doch es soll zum Vorbild für weitere Kreativhäuser in NRW werden. Denn Bildung, so Neuendorf, beschränke sich nicht auf das, was man in der Schule lerne. Durch die Möglichkeit, eigene Räume zu gestalten und zu nutzen, sollen die Kinder und Jugendlichen erfahren, dass sie selbst etwas erschaffen können. „Lebensbildung stärkt die Persönlichkeitsentwicklung und sichert die Teilhabe an der Gesellschaft“, meinte Neuendorf. Danach packte er gleich selbst mit an: Mit einem Graffiti an der Außenwand wurde das Kreativhaus eingeweiht. Mit vielen guten Wünschen geht das Projekt „Kreativhaus am Molle“ in die Zukunft – wie diese gestaltet sein wird, liegt nun bei den Aachener Jugendlichen.

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