Viel Geld für Plätze: Ohne Kletterfelsen geht es bergauf

Von: Thorsten Karbach
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Sollen das Bild des Rehmviertels verändern: Der der Ober-, der Wenzel- und der Rehmplatz werden ab Herbst für 1,232 Millionen Euro im Rahmen des Programms „Soziale Stadt Aachen-Nord“ neu gestaltet werden. Sicherheit ist dabei ein wichtiger Aspekt. Foto: Michael Jaspers
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Sollen das Bild des Rehmviertels verändern: Der der Ober-, der Wenzel- und der Rehmplatz werden ab Herbst für 1,232 Millionen Euro im Rahmen des Programms „Soziale Stadt Aachen-Nord“ neu gestaltet werden. Sicherheit ist dabei ein wichtiger Aspekt. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Bergauf soll es mit dem Rehmviertel gehen. Dafür wird unter anderem der Kletterfelsen auf dem Wenzelplatz weichen. Es ist ein kleiner Baustein einer groß angelegten Umgestaltung der drei Plätze im Viertel: Rehmplatz, Wenzelplatz und Oberplatz. Auf letzterem werden die Arbeiten beginnen – und zwar noch im Herbst. Anfang 2014 soll er fertig sein, bis Ende 2014 folgen dann Rehm- und Wenzelplatz.

Dann müssen die alle Handgriffe aber auch abgeschlossen sein, das schreibt die finanzielle Förderung des Landesprogramms „Soziale Stadt“ für Aachen-Nord vor.

Längst wurde der 9,4-Millionen-Euro-Umbau des alten Straßenbahndepots an der Talstraße zum Stadtteilzentrum „Depot“ im Rahmen der „Sozialen Stadt Aachen-Nord“ auf den Weg gebracht. 80 Prozent der Kosten trägt das Land. Mit den Rehmviertel-Plätzen werden nun weitere wichtige Projekte aufs Gleis gesetzt. Die Baukosten werden rund 963.000 Euro betragen, die sich wie folgt verteilen: 600.000 Euro entfallen auf den neuen Rehm-, 152.000 Euro auf den Wenzel- und 211.000 Euro auf den Oberplatz. Hinzukommen 269.000 Euro Planungskosten. Doch unterm Strich werden von den 1,232 Millionen Euro auch in diesem Fall 80 Prozent vom Land NRW getragen.

Wenn die Bauarbeiter an der Oberstraße vorfahren, liegt hinter den Menschen in der Nachbarschaft ein langer Prozess. Sie wurden intensiv in die Planungen einbezogen (siehe Infokasten) und konnten sich mit ihren Ideen und Vorstellungen bei Begehungen, Aktionstagen und Diskussionsrunden einbringen. Das Resultat: Alle Plätze sollen vor allem sicherer werden – Drogen- und Alkoholmissbrauch sind offenkundig – und für mehr Spiel und Spaß sorgen.

Im Mittelpunkt – wenn auch am westlichen Rand – des Oberplatzes soll in Zukunft ein Spielfeld mit kleinen Fußballtoren und Basketballkörben stehen. Damit wollen die Planer bei den Kindern und Jugendlichen im Viertel einen Volltreffer landen, denn diese haben sich eine solche Spielfläche ausdrücklich gewünscht. Bänke, Hollywoodschaukel und Podeste bieten Ruhe-, Trampolin, Nest- und Doppelschaukel weitere Spielräume. Drei Parkplätze und drei Bäume müssen wohl weg, dafür werden Fahrradbügel montiert und ein Ahorn wird gepflanzt.

Mehr noch wird dann am Rehmplatz der Boden bereitet, um einen neuen Platz mit Anziehungskraft für die Anwohner – und eben nicht die benachbarte Drogenszene – zu schaffen. Was bleibt sind alle Bäume und die Mosaikpflasterung. Die Mariensäule wird an Sockel und Säule überarbeitet, der Spielplatz maßgeblich verändert.

Kletterwand und Rutsche werden demontiert, für neuen Schwung sollen Spieltische, ein „Hamsterrad“ (Laufrat), ein Trampolin für die Kleinen, ein Wasserspiel, eine Hollywoodschaukel und Fitnessgeräte sorgen. Die Anstrengungen, dem Rehmplatz ein neues Gesicht zu geben, sind unübersehbar.

Pächter für Pavillon gesucht

Ins Auge stechen soll auf dem Platz ein neuer Pavillon, in den ein Café oder Imbiss ziehen soll. Die Frage ist hier, ob auch ein Pächter Geschmack am neuen Rehmplatz findet – denn den gibt es laut einer Vorlage für den Hauptausschuss noch nicht. Gibt es keinen, fällt auch der Pavillon ins sprichwörtliche Wasser. Apropos: Unter dem Platz fließt ein Bach durch Rohre. Er soll nach Möglichkeit über ein Hörrohr wieder an Oberfläche. Klingt spannend – doch die technische Machbarkeit ist noch nicht überprüft.

Klar ist aber, dass die Straßen südlich des Platzes verkehrsberuhigt werden. So kann der Platz auch für Außengastronomie geöffnet werden, sollten in diesem Bereich Gaststätten öffnen. Freiraum bleibt auch für Veranstaltungen bleiben.

Ein Treffpunkt soll aber auch der Wenzelplatz werden. Die Glascontainer werden aus dem Blickfeld verschwinden, das Geld fließt für Wasserpumpe (mit Rollstuhl anfahrbar), Schaukeln und Wippen. Und auch der Kletterfelsen ist hier bald keine Hürde mehr.

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