Viel Beifall für das Kinderkonzert im Ballsaal des Alten Kurhauses

Von: red
Letzte Aktualisierung:
15536221.jpg
Logenblick auf dem Teppich: Beim Kinderkonzert hörten die kleinen Besucher gespannt zu. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Zauberhafte impressionistische Bilder von Malern wie Renoir, Monet, Manet oder Degas, per Beamer auf eine Leinwand projiziert, dazu Klaviermusik, die in mehr oder weniger direktem Bezug zu den Bildern stand: Das war das Konzept für ein Kinderkonzert, das die Musik- und Theaterfreunde Aachen e.V. in Kooperation mit der Musikschule der Stadt Aachen im Ballsaal des Alten Kurhauses in einer Matinee veranstalteten.

Die Kinder, von denen die meisten auf einem roten Teppich unmittelbar vor den Ausführenden lagerten, hatten somit direkten Kontakt zum Geschehen.

Drei Damen waren die Protagonistinnen dieses Projektes: Die beiden Pianistinnen Irina Leveleva und Elena Smoljanskaja, die sich noch von ihrem gemeinsamen Studium in St. Petersburg kennen und seitdem ein Klavierduo „Les gémaux“ (Die Zwillinge) bilden, sorgten für den musikalischen Teil. Birgitta Schork-Möller, in Aachen ansässige ehemalige Sängerin mit eigener kleiner Musikschule, erklärte in einfachen Worten die Bilder und erläuterte die Verbindungen der Musik zu den Bildinhalten.

Das Konzept zu dieser originellen Veranstaltung stammt von der Pianistin Irina Leveleva. Im Falle der 15 Kinderporträts von Auguste Renoir, die Jean Françaix unmittelbar in Musik umgesetzt hat, war die Verbindung von Bildern und Musik noch sehr direkt und für die Kinder verständlich nachzuvollziehen. Schwieriger wurde das schon bei drei Sätzen aus Maurice Ravels Märchenzyklus „Ma mère l‘oye“ (Meine Mutter, die Gans), zu denen keine Bilder gezeigt, sondern die jeweiligen Märchen erzählt wurden.

Die Reihe der schönen, farblich teilweise geradezu explodierenden Bilder wurde wieder fortgesetzt bei der Suite „Dolly“ von Gabriel Fauré, die der Komponist für die Tochter seiner Lebensgefährtin geschrieben hatte. Die beiden Pianistinnen Irina Leveleva und Elena Smoljankaja überzeugten bei der Wiedergabe der vierhändigen Klavierwerke durch einen ausbalancierten Klang, genaues Zusammenspiel und eine überlegene Spieltechnik.

Birgitta Schork-Möller verzichtete auf eine Interaktion mit den Kindern, weil ansonsten das zeitliche Konzept leicht aus dem Ruder gelaufen wäre. Dennoch gelang es ihr die Aufmerksamkeit der meisten Kinder in immerhin 70 Minuten hoch zu halten, was eine bemerkenswerte Leistung ist.

Am Ende gab es im gut besuchten Ballsaal viel Beifall nicht nur von den Kindern, sondern auch von den Eltern, die die Veranstaltung insgesamt sehr gelungen und bereichernd fanden.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert