VHS ringt um den Etat, Theater frohlockt

Von: Valerie Barsig
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Aachen. Die Gesamtlage der Aachener Volkshochschule ist angespannt: Seit August herrscht Ausgabensperre, etliche Projekte sind nicht zu Stande gekommen, und die finanziellen Mittel vonseiten der Arge und der EU werden immer knapper.

 „Das Hauptproblem ist die Grundausstattung“, stellte SPD-Ratsfrau Sibylle Reuß im Betriebsausschuss für Theater und VHS fest. Der Volkshochschule fehlt das Geld, die Personaldecke wird enger und laut Reuß verheiße auch der neue Haushaltsplan „nichts Gutes“ in Bezug auf die zukünftige Entwicklung. Die Entscheidung über den Wirtschaftsplan 2014 der VHS wurde dann auch auf eine mögliche Sondersitzung vertagt – noch hat Kämmerin Grehling ihr Okay nicht gegeben. Der Wirtschaftsplan wird voraussichtlich also erst im Januar in den Rat kommen.

Erfreulich hingegen das Wirtschaftsjahr des Aachener Theaters: 160.000 Zuschauer kann das Haus im Rückblick verbuchen, das sind 14.000 mehr als im letzten Jahr. „Der Plan ist aufgegangen, das Theater wieder auf sichere Beine zu stellen“, sagte Udo Rüber, Verwaltungsdirektor des Theaters. Nur in Sachen Personal sei einiges zu tun: „Es knarrt an allen Ecken und Enden“, erklärte Rüber. Nachbesserung sei nötig, sei aber durch das jetzt vorhandene Budget auch möglich. Außerdem müsste im kommenden Jahr das Problem der Untermaschinerie angegangen werden: Die Theaterbühne kann abgesenkt und hochgestellt werden, die Technik dazu ist allerdings dringend sanierungsbedürftig. Bisher seien die Firmen zur Reparatur allerdings zweimal abgesprungen.

Erfreut zeigte sich Rüber in Sachen Generalmusikdirektor: „Eigentlich ist es typisch bei einem solchen Personalwechsel, dass das Publikum erst einmal fremdelt“, erklärte er. Nicht allerdings bei Kazem Abdullah. Die Zahl der Konzerthörer sei sogar leicht angestiegen. „Für einen solchen Wechsel also eine gute Saison.“

Gerade als Kulturpolitiker sei man über solche Zahlen angesichts der Krise bei Theater und Co. natürlich begeistert, meinte Grünen-Ratsfrau Aida Beslagic. „Natürlich kann man jetzt durchatmen, aber man sollte sich auch nicht zurücklehnen.“ Der eingeschlagene Weg müsse weiter fortgesetzt werden.

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