Aachen - VHS kämpft mit finanziellen Engpässen

VHS kämpft mit finanziellen Engpässen

Von: Rauke Xenia Bornefeld
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Aachen. Die wohl am wenigsten erwartete Nachricht hatte Theater-Verwaltungsdirektor Udo Rüber den Mitgliedern des Betriebsausschusses Theater und VHS mitzuteilen.

„Unser Lastwagen und auch ein Sprinter werden die grüne Plakette für die Umweltzone nicht erhalten“, teilte Rüber mit, „obwohl sie es eigentlich noch gut tun, müssen wir uns um eine Neubeschaffung bemühen.“ Das werde den Wirtschaftsplan für 2016 nach unten drücken, vor allem weil eine Werbefinanzierung derzeit unmöglich sei. „Das möchte der OB nicht“, erklärte Rüber.

Da das Theater noch Rücklagen hat, muss die Kämmerin wohl nicht einspringen. Anders sieht das bei der VHS aus, die Finanzrisiken etwa durch einen weniger milden Winter als im vorigen Jahr oder aus Tariferhöhungen über ein Prozent – so viel wird standardmäßig eingerechnet, entspricht aber meist nicht der Realität – nicht allein stemmen kann, weil die Rücklagen gänzlich aufgebraucht sind.

Sowohl mit dem Wirtschaftsplan 2016 als auch mit dem Zwischenbericht für 2015 zeigten sich aber alle Fraktionen zufrieden. Einzig Die Linke und die FDP stimmten dem Wirtschaftsplan nicht zu, weil sie grundsätzlich einen höheren städtischen Zuschuss als gut vier Millionen Euro für die VHS fordern.

VHS-Leiterin Dr. Beate Blüggel musste mitteilen, dass zwei große Qualifizierungsprojekte (KursAktiv und EMMi plus) keine Verlängerung bekommen haben. „Wir sind heftig dabei, neue große Projekte zu akquirieren, aber bislang haben wir noch keinen positiven Bescheid bekommen“, konnte Blüggel noch keine neue Maßnahme vorstellen.

Auch die Zielgruppe der Flüchtlinge sei für die außerschulische Bildungseinrichtung VHS schwierig, „da die Konzentration auf Schule und Ehrenamt liege“, wie Bildungsdezernentin Susanne Schwier bestätigte.

Der Ausschuss beschloss, einen gemeinsamen Antrag in die Haushaltsberatungen 2016 einzubringen, der die Sicherheitslage des VHS-Standorts am Bushof durch eine bessere Ausleuchtung verbessern soll. „Teilnehmer besuchen Kurse nach Einbruch der Dunkelheit hier nur ungern“, bestätigte Blüggel die Notwendigkeit.

Dass man eben nicht mit allem auf die städtebauliche Entwicklung des Bushof-Areals warten wolle, zeigte sich auch bei den weiteren Überlegungen zum Zusammengehen von VHS und Stadtbibliothek. „Im Dezember stellen wir unsere Ideen zu Inhalten und Raumbedarfen unabhängig von einer konkreten Immobilie vor“, verdeutliche Schwier, dass sie gemeinsam mit den beiden Leitungen von VHS und Bibliothek an der Sache arbeite.

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