Aachen - Verteiler demoliert, grüne Welle gestoppt

Verteiler demoliert, grüne Welle gestoppt

Von: Thorsten Karbach
Letzte Aktualisierung:
Die Ampel läuft, der Verkehr
Die Ampel läuft, der Verkehr nicht: Auch der Adalbertsteinweg ist von dem Schaden am Verteilerkasten betroffen, eine grüne Welle wird es hier bis mindestens Freitag nicht geben. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Mindestens bis Freitag stehen die Zeichen für eine „grüne Welle” auf vielen Aachener Straßen auf Rot. Denn durch den Ausfall eines zentralen Verteilerkastens an der Kreuzung Römerstraße/Lagerhausstraße/Vereinsstraße mussten am Mittwoch insgesamt 52 Ampelanlagen in den Notbetrieb umgestellt werden.

Diese befinden sich auf der Trierer Straße, Adalbertsteinweg, Jülicher Straße und dem Außen- und dem Alleenring. Die von einem zentralen Computer gesteuerte „Grüne Welle” ist bis zur Reparatur des Verteilerkastens unterbrochen.

„So etwas hat es noch nie gegeben”, berichtet Axel Costard vom städtischen Presseamt. Der betroffene Verteilerkasten, in dem 2880 Kabelstränge zusammenkommen, zählt zwar zur ersten Generation, ist somit rund 20 Jahre alt. Der Ausfall ist aber auf einen Unfall mit Fahrerflucht oder Vandalismus zurückzuführen. „Er ist schlichtweg aus dem Fundament gerissen worden. Wie, wissen wir auch nicht”, erklärt Costard. Sachdienliche Hinweise werden aber vom Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen telefonisch unter der Rufnummer 432-6100 entgegengenommen.

Früher oder später hätte der Verteilerkasten ohnehin saniert werden müssen, berichtet Costard. Nun muss sofort ein neues Fundament her. Die Kosten liegen laut Presseamt bei rund 10.000 Euro.

Neun solcher Kästen zählt die Stadt Aachen im Stadtgebiet. Die ersten wurden montiert, als vor etwa 20 Jahren der Zentralrechner hochgefahren wurde, um die Ampeln und damit den Verkehr auf Aachens Straßen besser zu steuern. Bis dahin waren die Ampeln auf den zentralen Achsen noch direkt miteinander verkabelt. Der demolierte Kasten an der Ecke Vereinsstraße ist der zweitgrößte im Stadtgebiet, er regelt fast jede vierte der 230 Aachener Ampelanlagen.

Das nun laufende Notprogramm sichert, dass alle Ampeln weiterhin in Betrieb sind. Allerdings läuft nun quasi jede für sich, eine Abstimmung der Signalanlagen im Sinne einer grünen Welle ist auf diese Weise nicht möglich. Entsprechend gab es am Mittwoch erste Staus im Berufsverkehr. Frühestens am Freitag soll dann die grüne Welle und mit ihr die Autos wieder richtig rollen. Die Stadt bittet die Verkehrsteilnehmer um Verständnis.
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