Versuchter Totschlag: Bluttat am Bahnhof

Von: mh
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Der 26-jährige Tatverdächtige wurde von der Polizei vorläufig festgenommen. Symbolbild: Stephan Jansen/dpa

Aachen. Völlig unklar blieben bis zum Mittwochabend die Hintergründe einer schweren Messerattacke auf einen 24-Jährigen, die sich im Umfeld des Bahnhofsplatzes ereignet hat.

Wie die Staatsanwaltschaft berichtet, war der Mann am Dienstagabend gegen 22 Uhr in einer nahe gelegenen Wohnung mit einem 26-jährigen Bekannten in Streit geraten. Daraufhin stach der Ältere seinem Opfer mit einem Messer mehrfach in den Oberkörper und fügte ihm massive Verletzungen unter anderem an einem Auge zu. Unter denkbar obskuren Umständen wurde der Mann schließlich ins Krankenhaus eingeliefert.

Laut Staatsanwaltschaft schwebt der 24-Jährige nicht in Lebensgefahr. Fraglich sei aber, ob die Sehfähigkeit seines Auges wieder hergestellt werden könne. Der Täter wurde durch ein vorläufiges Gutachten für schuldunfähig befunden und ist inzwischen in die Psychiatrie eingeliefert worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gleichwohl wegen Verdachts auf versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung.

Gemeinsam auf den Vorplatz

Wie es zu der Bluttat gekommen ist, konnte Behördensprecher Dr. Jost Schützeberg am Mittwoch noch nicht sagen. „Über die Motive ist uns bislang nichts bekannt“, sagte Schützeberg. Der Täter habe nicht unter Alkohol- oder Drogeneinfluss gestanden, sondern sei offensichtlich psychisch verwirrt. Das Opfer sei derzeit nicht vernehmungsfähig.

Fakt ist, dass die beiden Männer sich nach und trotz der Tat, die sich offenbar in der Wohnung des 26-Jährigen ereignet hatte, in seltsamer Eintracht auf den Bahnhofsplatz begaben. Nachdem diverse Zeugen bemerkten, dass das Opfer heftig blutete, verständigten sie Beamte der Bundespolizei, die unmittelbar neben dem Bahnhofsgebäude residiert.

Der Beschuldigte, der sich ebenfalls leicht verletzt hatte, wurde umgehend festgenommen. Sein Opfer musste noch in der Nacht auf Dienstag operiert werden und – wie letztlich der Angreifer selbst – in stationärer Behandlung verbleiben.

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