Verstärkung erbeten: Polizei fahndet nach neuen Mitarbeitern

Von: Matthias Hinrichs
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Verstärkung gesucht: Bei der Aachener Polizei werden 20 neue Stellen gesucht. Symbolbild:dpa

Aachen. Einen ziemlich spektakulären Fahndungserfolg kann die Aachener Polizei dieser Tage in eigener Sache vermelden: Die ersten Ausschreibungen zwecks Einstellung von 20 neuen Mitarbeitern sind auf beachtliche Resonanz gestoßen.

Am vergangenen Samstag hatte die Behörde auch in dieser Zeitung eine großformatige Anzeige geschaltet, um Personal für etliche Aufgabenbereiche zu rekrutieren.

Die Aktion fußt auf einem Beschluss der Landesregierung, die Ermittler von Verwaltungs- und Organisationstätigkeiten zu entlasten, um mehr Uniformierte für „klassische“ Schutzaufgaben zu mobilisieren. Vor allem nach den Ereignissen der jüngsten Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof hatte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft versprochen, landesweit rund 250 neue Kräfte zunächst auf zwei Jahre befristet für den Innendienst einzustellen, um die unmittelbare Kriminalitätsbekämpfung weiter zu forcieren. Das Aachener Präsidium ist eines von sieben in Nordrhein-Westfalen, die als „Schwerpunktbehörden“ von der Initiative profitieren sollen.

Zurzeit zählt die Polizei in der Städteregion rund 1600 Bedienstete – personelle Verstärkung scheint nicht zuletzt angesichts allgemein gewachsener Herausforderungen im Zusammenhang mit der Terror-Bekämpfung im Grenzland geboten. Zumal die Aachener Behörde seit wenigen Tagen auch für sämtliche Einsätze rund um den Tagebau im Hambacher Forst verantwortlich ist. Dass die neuerliche Akquirierungsmaßnahme manchem Kritiker wie der berühmte Tropfen auf den heißen Stein erscheinen mag, kommentiert der Polizeisprecher freilich nicht. „Wir gehen davon aus, dass wir im Laufe der nächsten Monate zumindest acht Kollegen mehr in den ,klassischen‘ Streifendienst schicken können“, sagt Kemen. Weitere bewährte Kräfte würden aber ebenfalls für die direkte Verbrechensbekämpfung – also Fahndung, Ermittlung und Observation – aktiviert.

Gesucht werden daher nun Fachleute in etlichen Bereichen des mittleren und gehobenen Dienstes wie Strategie, Controlling und Büromanagement, IT-Spezialisten, aber auch Mitarbeiter im Polizeigewahrsam, also zur „Betreuung“ vorläufig festgenommener Delinquenten, und für Geschwindigkeitskontrollen, ferner Kraftfahrer, Telekommunikationsexperten sowie Beschäftigte für Liegenschaftsverwaltung und in der Öffentlichkeitsarbeit. Eine abgeschlossene Berufsausbildung und/oder ein einschlägiges Studium werden in der Regel vorausgesetzt – ein lupenreines polizeiliches Führungszeugnis selbstredend ebenso. Sämtliche Details sind auf dem Internet-Portal „www.stellenmarkt.nrw.de“ unter dem Link Stellensuche einzusehen.

„Wir gehen davon aus, dass wir nach dem Auswahlverfahren im Laufe des Herbstes die ersten Mitarbeiter einstellen können“, erklärt Kemen. Selbstverständlich würden auch Kandidaten, die sozusagen durchs Fahndungsraster fallen, per Absage informiert. Sämtliche Bewerbungen, die sich somit erledigten, würden umgehend vernichtet.

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