Verspätung: „Hooters” tanzt zur WM im Pontviertel an

Von: Robert Esser
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Aufreizend knapp bekleideten Kellnerinnen gehören bei der Hamburgerkette Hooters zum Programm. Foto: ddp

Aachen. Erst mit neunmonatiger Verspätung wird sich die Mutterkette „Wings of Germany” mit ihrem „Hooters” in Aachen brüsten können. Im kommenden Mai, spätestens zum Start der Fußball-Weltmeisterschaft am 11. Juni 2010 will der deutsche Ableger des amerikanischen Hamburger-Riesen im Partyviertel an der Pontstraße 95 die Grills anwerfen.

Die ausschließlich weiblichen Kellnerinnen, die als „Hooters-Girls” in knappen Shirts und orangen Shorts mehr amerikanischen Lifestyle als Tabledance-Atmosphäre ausstrahlen sollen, werden bereits gesucht. Im Internet können sich Serviererinnen für den körperbetonten Job in Aachen schon seit Monaten bewerben. Denn die „Hooters-Sportsbar” sollte eigentlich bereits im vergangenen September öffnen, nachdem der Restaurant-Vorgänger „Pera” an selber Stelle bereits im Juni die Segel streichen musste. Doch erst mussten diverse baurechtliche und architektonische Probleme gelöst werden.

Der Eigentümer der Immobilie, Professor Hans Kahlen, erklärte auf Anfrage der Aachener Zeitung, dass es jetzt tatsächlich endlich losgehe. „Alle Fragen sind geklärt”, sagte er. „Hooters”-Pressesprecher Eric Raber kündigte unterdessen an, dass die Umbauarbeiten im Februar beginnen sollen. „Erst mussten die Baugenehmigungen abgesegnet und verschiedene Amtstermine absolviert werden”, erklärte er. Wegen der Startschwierigkeiten in Aachen habe man vergangenes Jahr Neueröffnungen in Frankfurt und Köln vorgezogen. „Da waren die Abläufe einfacher.”

Insgesamt gibt es über 450 „Hooters”-Restaurants in 26 Ländern - davon ein knappes Dutzend Dependancen in der Bundesrepublik, lizenziert vom deutschen Franchisenehmer „Wings of Germany AG” mit Sitz in Saarbrücken. Das Ladenlokal in der Pontstraße soll auf rund 180 Quadratmetern sonntags bis donnerstags von 11 bis 1 Uhr sowie freitags und samstags bis 3 Uhr morgens typische amerikanische Fastfood-Gerichte und Bier anbieten. Auf großen Flachbildschirmen werden dazu Sportsendungen gezeigt.

Als Hauptattraktion von „Hooters” werden allerdings die Kellnerinnen in ihrer aufreizenden Dienstbekleidung gehandelt. In unmittelbarer Nachbarschaft wird übrigens seit Ende Dezember die Szenebar „Monoheidi” auf Hochglanz umgebaut. Die Wiedereröffnung ist für den 26. Februar geplant. Zu diesem Zeitpunkt dürfte dann das „Hooters” nebenan Gestalt annehmen.

Wegen der bevorstehenden „Hooters”-Eröffnung hatten diverse Gastronomen im Pontviertel bereits im vergangenen Jahr kritisiert, dass die studentische Partymeile im Pontviertel immer tiefer auf „Ballermann”-Niveau herabgesetzt werde. „Hooters”-Pressesprecher Raber widerspricht: „Wir werden unseren Gästen garantiert schon in Kürze das Gegenteil beweisen.”
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