Verrückte Vampire lecken reichlich jeckes Blut

Von: Gerd Simons
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Gefährlich gut gelaunt: Die jecken Vampire, hier die Familie Carl, feierten natürlich mal wieder (fast) bis zum Tagesanbruch. Foto: Andreas Schmitter
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Banner des Frohsinns: Beim Einmarsch der Börjerwehr gab es bei den jecken Massen im Eurogress ruckizucki kein Halten mehr. Foto: Andreas Schmitter
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Schlag auf Schlag: Angesichts des tollen Publikums und des prallen Programms hatten die Manns- und Fraulü der Börjerwehr um Kommandant Michael Hommelsheim leichtes Spiel. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. „Habt ihr noch Energie?“ Mit dieser Frage als Running-Gag forderte der Aachener Prinz Karneval Thomas III. die knatschjecke Börjerwehr-Familie bei der Großen Börjerwehr-Sitzung im prallgefüllten Eurogress auf, mit ihm und seinem Hofstaat zu feiern und Party zu machen.

Beim Einmarsch der Tollität, der bei jeder Veranstaltung im Oecher Fastelovvend sehnlich von den Fastelovvendsjecken erwartet wird, brach der Prinz kurzerhand mit dem protokollarischen Ablauf eines Prinzenbesuchs – der jecke Skandal war mal wieder perfekt. Er trennte sich unerlaubt von der Truppe und stellte sich auf den Tisch von Oberbürgermeister Marcel Philipp.

„Ich wollte mal länger sein als er“, sprudelte es aus ihm heraus. Bevor Dirk Trampen, Kommandant der Prinzengarde der Stadt Aachen, das Publikum begrüßen und seine Mannschaft samt Tanzpaar vorstellen konnte, forderte die Börjerwehr-Familie schon lautstark den Song „Helau, au Banan“, eine unverzichtbare Größe eines jeden Prinzenbesuchs im Fastelovvend, der dann auch prompt intoniert wurde.

Thomas und seine Mannen haben ihre Hausaufgaben gemacht: ein Repertoir von zehn tollen Songs mit Ohrwurmcharakter steht zur Verfügung und wird je nach Bedarf abgefeuert – genau wie die vielen Konfettikanonen, die die Auftritte der Tollität begleiten.

Schon vor dem Einmarsch des Prinzen hatten die bunt kostümierten Massen, die Mottogerecht als Vampire verkleidet waren, am Karnevalsfreitag schon reichlich jeckes Blut geleckt und unbändige Lust auf mehr bekundet. Dafür sorgte Aachens berühmteste „Boygroup“, die Vier Amigos. Schon bei der bloßen Ankündigung ihres Namens durch Börjerwehr-Kommandant Michael Hommelsheim, der kurz, knackig, charmant und prägnant durchs Programm führte, gab es kein Halten mehr, und die Karnevalsenthusiasten brachten sich in stehende Positionen.

Die Vier Amigos – Uwe und René Brandt, Stefan Beuel und Dietmar Ritterbecks – brannten mit ihren Öcher Tönen mit Herz und Humor ein fulminantes Feuerwerk der Hits ab. Sehr zur Freude des euphorischen und begeisterten Publikums, das jeden Text der vier Helden aus dem Ostviertel mitsang. Zum Evergreen „Alaaf d‘r Oecher Schäng hatte sich die Tanzgruppe der Oecher Börjerwehr, die Jeck Black Yellows, eine eigene Choreographie einfallen lassen, die gut ankam.

Schlagfertige Putzfrau Achnes

Und das Programm der Börjerwehr-Sitzung, die im Laufe des Abends immer mehr zu einer „Stehung“ mutierte und unter dem Motto „Oecher Jecke fiere mit de Oecher Börjerwehr Vampire“ stand, hatte noch viele weitere Höhepunkt zu bieten. So attackierte Putzfrau Achnes Kasulke mit ihren menschelnden, aberwitzigen Geschichten die Zwerchfelle, und die Tanzgruppe der KG Altenrather Sandhasen glänzte mit sehenswerten und kurzweiligen Tänzen zu bekannten kölschen Karnevalsliedern.

Frenetisch gefeiert wurde auch die Lechernicher Stadtgarde, die in voller Mannschaftsstärke aufgezogen war. Die Tanzeinlagen der Gardisten begeisterten auch AAK-Tanzbeauftrage Nicole Hess: „So viele gut tanzende Männer habe ich selten in einer Garde gesehen!“ Wenn das die Öcher Mannslü hören...

Weitere Höhepunkte in einem durch und durch abwechslungsreichen und spritzigen Sitzungsprogramm waren Die Filue, Echte Fründe und die Tanzgruppe von Sandro Gallazini.

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