Verlautenheide verpasst die Überraschung

Von: André Schaefer
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Kurzer Höhenflug: Westwachts Mohcime Mimi erzielt gegen Raspo Brand das 1:1. Foto: Kurt Bauer

Aachen. Man war fast schon gezwungen, nochmals auf den Zettel zu schauen. Wer war jetzt neben Arminia Eilendorf der zweite Landesligist, der am Mittwochabend bei der Aachener Stadtmeisterschaft in die dritte Zwischengruppe startete? Eintracht Verlautenheide oder Westwacht Aachen?

Beide Teams trennen zwei Ligen voneinander, wie eine Landesligamannschaft trat hingegen nur Verlautenheide auf. Und die Eintracht kickt tatsächlich in der Kreisliga A. Es ist ein hartes Urteil für die Westwacht, aber ein gerechtes. Denn was das Team von Frank Küntzeler auf dem Rasen bot, war mehr als dürftig. Dass dieser Abend aus Sicht der Westwacht keinen guten Verlauf nehmen würde, deutete sich schon nach zwei Minuten in der ersten Partie gegen B-Ligist Raspo Brand an: Mark Dobusch setzte aus dem Halbfeld zur Bananenflanke an, sein Ball aus gut 25 Metern senkte sich ins Netz – 1:0 für den krassen Außenseiter. Westwachts Torhüter sah dabei ebenso unglücklich aus wie einige Minuten später der Keeper der Brander, dem es wegen seines Patzers bei einem hohen Ball zu verdanken war, dass der Landesligist zumindest noch ein Remis gegen Raspo holte. Dabei war schon diese Partie ein Fingerzeig für die zweite Begegnung der Westwacht gegen Eintracht Verlautenheide. Denn es war der A-Ligist, der die Zweikämpfe gewann, ein gutes Passspiel an den Tag legte, zielstrebig nach vorne spielte. Noch viel wichtiger: Es war die Eintracht, die die Tore machte. 2:0 setzte sich Verlautenheide gegen die Aachener durch, die Westwacht konnte bereits ihre Segel streichen.

Anders machte es der frischgebackene Landesligist aus Eilendorf. Zwar musste auch das Team von Andi Avramovic feststellen, dass Verlautenheide sich als harte Nuss entpuppte, durch den Treffer von Omer Avdija standen am Ende trotzdem die drei Punkte für die Arminia auf dem Papier. Von einem souveränen Auftritt im zweiten Spiel gegen Raspo konnte dann jedoch auch keine Rede mehr sein. Vor allem in der Schlussphase hing nach der Arminia-Führung durch Afamefuna der Ausgleich in der Luft. Zudem wurde es hitzig: Gefühlt der ganze Sportplatz forderte nach einem Foul an Raspo den Strafstoß, der Schiedsrichter hatte es anders gesehen. Statt auf den Punkt zu zeigen, erteilte der Unparteiische Brands Carsten Kutsch die Rote Karte wegen Meckerns. Unter dem Strich schaffte die Arminia jedoch das, was Westwacht hingegen nicht gelang: Sie holte die Punkte, schlug Raspo mit 1:0.

Underdog ist enttäuscht

Bei der Jagd nach den entscheidenden Punkten fehlte Verlautenheide am Ende der lange Atem. Die Mannschaft von Sascha Bohne hätte es richtig spannend machen können, hätte sie denn den B-Ligisten aus Brand geschlagen. Trotz eines torlosen Remis und der Tatsache, dass Arminia Eilendorf dadurch vor ihrer letzten Partie gegen Westwacht bereist als Halbfinalist feststand, gab es für Verlautenheide ausschließlich lobende Worte seitens der Zuschauer, von denen Trainer Bohne aber nichts wissen wollte: „Was soll ich denn Positives von einem Abend mitnehmen, wenn wir ausscheiden? Wir wollten als einziger Underdog ins Halbfinale einziehen, das ist uns nicht gelungen. Deswegen sind wir sehr enttäuscht“, zog Bohne ein überraschendes Fazit. Arminias Coach Avramovic war froh, dass die Entscheidung bereits vor der 0:2-Niederlage gegen Westwacht gefallen war. „Am Ende fehlte ein bisschen die Konzentration. Aber unter dem Strich ist der Gruppensieg sicher nicht unverdient.“ Zum dritten Mal in Folge steht die Arminia nun im Halbfinale der Stadtmeisterschaft, ihr Gegner wird am Donnerstagabend ausgespielt. Dann sind alle Augen auf Alemannia Aachen gerichtet.

Bilder und Infos finden Sie auf unserem Lokalsport-Portal FuPa.net.

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