Aachen - „Verkündigungspreis“ für drei kirchliche Initiativen

„Verkündigungspreis“ für drei kirchliche Initiativen

Von: Marie Eckert
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Auszeichnung durch die Bergmoser+Höller-Stiftung: (von links) Hans-Georg Schornstein ("ansprechbar"), Christiane Nolting (Kuratorium), Klaus-Uwe Nommensen ("Kirchen medial erschließen"), Joe Chialo (Laudator), Marion Roth ("glaube 2017"), Sr. Johanna M. Koch (Laudatorin), Karl R. Höller und Josef Bergmoser. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Kreative und mutige Christen, die sich zu ihrem Glauben und zu ihren Werten öffentlich bekennen – solche Menschen sucht die Bergmoser + Höller Stiftung und zeichnet sie aus, in diesem Jahr schon zum vierten Mal.

In Jülich, München und Berlin hat die Stiftung den „Verkündigungspreis“ schon überreicht, in diesem Jahr war nun Aachen an der Reihe, die Heimat der Stiftung. „Das liegt auch an dem Aachener Projekt ‚AnsprechBar‘, einem unserer Preisträger“, erklärte Karl R. Höller, Vorsitzender des Stiftungskuratoriums. „Von dort kam der Vorschlag, mit der Preisverleihung doch mal nach Hause zu kommen.“

Ausgezeichnet werden stets Aktionen und Projekte von Einrichtungen, Gemeinden und Initiativen, die die biblische Botschaft in die Gesellschaft tragen, egal von welcher christlichen Konfession. Drei Preise wurden nun im Haus Löwenstein verliehen; Laudatoren waren Schwester Johanna M. Koch von den Elisabethinnen aus Aachen und Joe Chialo, Geschäftsführer des Universal Musiklabels Airforce1 Records und gleichzeitig Manager des Musikprojekts „Die Priester“. Alle drei Sieger haben neben ihrer Urkunde ein Preisgeld erhalten – je 2000, 3000 und 5000 Euro -, als Finanzspritze, um die Projekte fortführen zu können.

„Ich habe wirklich das Gefühl, dass der Glaube in Deutschland verkündet werden muss“, begann Chialo und stellte den dritten Platz vor: Das Projekt „AnsprechBar“ vom Aachener Pfarrer und Supervisor Hans-Georg Schornstein. Im Mittelpunkt steht die Zeit für Gespräche – ganz egal, ob allein oder in der Gruppe. Buchstäblich über „Gott und die Welt“ redet Schornstein. Neben festen Terminen gibt es Dienstag von 12 bis 15 Uhr im Café Extrablatt am Markt regelmäßig die Möglichkeit zum Gespräch in lockerer und ungezwungener Atmosphäre.

„Kirche medial erschließen“ heißt der zweite Sieger, ein Projekt der Nordkirche. „Schon Luther hat moderne Mittel eingesetzt, um den Glauben zu verbreiten, zum Beispiel als er die Bibel übersetzte“, bemerkte Chialo und bat stellvertretend für das Projekt Pfarrer Klaus-Uwe Nommensen nach vorn.

Die Idee: Kirchen sollen mit Smartphones oder Tablets erkundet und weiterempfohlen werden können, im Gebäude selbst genauso wie im Urlaub oder zu Hause. „Moderne Medien bedeuten Dialog“, betonte Nommensen. Verschiedene Projektgruppen planen seit rund einem Jahr an dem Netzwerk, das im Oktober 2016 in den ersten Nordkirchen an den Start gehen soll.

Das Siegerprojekt gibt es seit zwei Jahren und hat mittlerweile eine virtuelle Gemeinde von 2300 Leuten vernetzt. „Glauben 2017“ nennt es sich, wobei 2017 Bezug zum Reformationsjubiläum nimmt. Die Idee zum digitalen Projekt stammt von der Evangelischen Landeskirche in Baden.

Auf der interaktiven Webseite www.Glauben2017.de können alle Fragen zum Thema Glauben eingestellt und kurz und knapp beantwortet werden. „Glauben ist etwas sehr Privates geworden“, sagte Marion Roth, Projektleiterin und Vertreterin der Badischen Landeskirche. „Wir wollen dazu ermutigen, öffentlich über den Glauben zu reden, denn wir finden, das Internet ist auf jeden Fall ein geeigneter Ort für Glaubensfragen.“

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