Aachen - Verkehrschaos: Blechlawinen in der ganzen Stadt

Verkehrschaos: Blechlawinen in der ganzen Stadt

Von: Stephan Mohne
Letzte Aktualisierung:
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Hier werden Radstreifen gefräst: Die kurzfristig ins „Programm“ genommene Baumaßnahme am Kaiserplatz sorgte stundenlang für Staus, die zeitweise bis zum Luisenhospital reichten. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Wer am Donnerstag mit dem Auto oder dem Bus in Aachen unterwegs war, der brauchte – mal wieder – viel Geduld und gute Laune. Denn der Verkehr brach über Stunden in einigen Teilen der Stadt zusammen – Stau statt Fluss war angesagt. Die Ursachen waren dabei unterschiedlicher Natur.

Am heftigsten stellte sich die Situation rund um den Kaiserplatz dar. Ohne vorherige städtische Ankündigung waren Bautrupps angerückt, die mit Spezialmaschinen mitten auf der Kreuzung zugange waren. Da dies offenkundig nichts mit den Baumaßnahmen in der Kaiserplatz-Umfahrung zu tun hatte, fragte sich mancher geplagte Autofahrer, was das denn nun solle. Die Folgen jedenfalls waren gravierend.

Das Blech staute sich vom Kaiserplatz über die Wilhelmstraße hinein in die Römerstraße, weiter zur Lagerhausstraße und zum Boxgraben. Sage und schreibe bis zum Luisenhospital ging zeitweise nichts, da auch die Querstraßen naturgemäß völlig überlastet waren. Axel Costard vom städtischen Pressebüro begründet die Maßnahme: Kurzfristig habe man eine spezielle Fräsmaschine bekommen können, die selten verfügbar sei. Man habe sich daher entschlossen, die Baumaßnahme kurzfristig zu starten – und sei nachmittags vor dem Berufsverkehr fertig gewesen. In den Asphalt gefräst wurden neue Radfahrstreifen.

„Wir versuchen, solche Sachen am Wochenende zu erledigen, aber das war in diesem Fall nicht möglich. Dass es zu den Behinderungen kam, ist bedauerlich“, so Costard. Die noch nötigen Markierungsarbeiten werde man an einem der kommenden Sonntage vornehmen, um nicht wieder den Verkehr zum Erliegen zu bringen.

Auch in der Gegenrichtung waren lange Wartezeiten die Regel. Und zwar reichte hier der Stau bisweilen vom Hansemannplatz aus über die Monheimsallee und die Bastei bis zum Ponttor. Grund dafür: Auf der Monheimsallee kurz vor dem Hansemannplatz war ein Kanaleinstieg freigelegt worden, der dann mit Baustellenschildern umzäunt wurde. Dadurch fiel die rechte Geradeausspur weg. Und weil sich ohnehin regelmäßig auf der Linksabbiegespur wegen der kürzeren Grünphase Schlangen bis auf die linke Geradeausspur bilden, kamen nur noch wenige Fahrzeuge pro Ampelphase über die Kreuzung.

Auf der Krefelder Straße bremste indes die Polizei den Verkehr stadteinwärts. In Höhe der Eissporthalle hatten die Beamten mit Markierungskegeln eine Art Trichter gebaut. Jeder Autofahrer musste langsam an einem Polizisten vorbei und sich begutachten lassen. Machte der Beamte einen Verdacht auf Alkohol- oder Drogenkonsum aus, wurde der Fahrer auf den Parkplatz der Eishalle gelotst, wo rund zwei Dutzend Polizisten das weitere Prozedere übernahmen. Solche unangekündigten Kontrollen will die Polizei nun regelmäßig organisieren. Durch den Engpass kam es natürlich ebenfalls zu Staus und längeren Wartezeiten.

Eine weitere Baumaßnahme mit Auswirkungen auf den Verkehr kündigt sich bereits an. Ab Mitte Mai wird die Busspur in der Heinrichsallee saniert. Die Haltestelle „Kaiserplatz“ wird für die Linien Richtung Hansemannplatz an den rechten Fahrbahnrand der Heinrichsallee verlegt. Für Autofahrer, die Richtung Monheimsallee wollen, stehen ab dann nur noch zwei statt drei Spuren zur Verfügung. Eine Spur wird für die Busse reserviert. Der Linksabbieger in die Peterstraße bleibt jedoch.

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