Aachen - Verfahren: Beim „Befreiungsversuch“ Aseag-Bus zerlegt

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Verfahren: Beim „Befreiungsversuch“ Aseag-Bus zerlegt

Von: Stephan Mohne
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Hier passt kein Bus durch: Ein Aseag-Fahrer versuchte es dennoch – mit fatalen Folgen. Foto: Mohne

Aachen. Die gute Nachricht: Verletzt wurde bei dieser skurrilen Geschichte niemand. Die schlechte Nachricht für die Aseag: 40.000 Euro Schaden an einem ihrer Busse. Und die Folgen für den Fahrer: laut Aseag möglicherweise arbeitsrechtliche Schritte.

Den ungewöhnlichen Vorfall bestätigte jetzt Unternehmenssprecherin Anne Linden auf AZ-Anfrage.

Der Bus – Neuwert 400.000 Euro – war auf der Strecke von Kornelimünster über Walheim und Hahn nach Breinig unterwegs. Am Walheimer Ortseingang ist die Schleidener Straße gesperrt. „Aufgrund der Vielzahl von Baustellen müssen sich die Fahrer etliche Umleitungen merken“, so Linden. Da könne es auch mal vorkommen, dass man falsch abbiegt. Was an dieser Stelle jedoch einer Kunst gleichkommt. Unübersehbar wird der Verkehr nach rechts in die Albert-Einstein-Straße gelenkt. Nach links geht es im spitzen Winkel und eher kaum erkennbar in die kleine Straße „Heidchen“.

Genau diesen Weg nahm aber der Busfahrer. Fehler Nummer eins. Hat man sich durch die schmale Straße gezwängt, geht es rechts in den „Knipp“, einen besser ausgebauten Feldweg. Dort stößt man alsbald auf eine Unterführung des Vennbahnradweges – maximale Durchfahrthöhe 2,70 Meter, wie einem Warnschild unschwer zu entnehmen ist. Zudem hat der Tunnel – auch das auf den ersten Blick erkennbar – drei unterschiedliche Höhenbereiche. Die Busse haben jedoch eine Höhe von etwas mehr als drei Metern. Der Fahrer wagte die Durchfahrt dennoch – und blieb stecken. Fehler Nummer zwei. Aber auch jetzt gab er noch nicht auf, bat nach AZ-Informationen die Fahrgäste in die Mitte des Gefährts und gab Gas – Fehler Nummer drei.

Denn nun muss es gewaltig gekracht und geklirrt haben. Etliche Scheiben gingen zu Bruch, das Dach wurde eingedrückt. Ob sich danach jemand einen „Zug“ geholt hat, ist nicht überliefert. Jedenfalls setzte der Fahrer mit dem zu allen Seiten offenen Wrack noch seinen Weg bis nach Breinig fort. Anne Linden spricht von „individuellen Fehlern“. Verfahren könne man sich wie gesagt im Baustellendschungel ja mal. Aber zumindest dann müssten die Fahrer richtig reagieren.

Da lohnt es sich, dass die Aseag eine große Werkstatt hat. Dort wird der Bus jetzt neu „aufgebaut“.

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