Aachen - Verein Öcher Platt: Mit Mundart durch den Advent

Verein Öcher Platt: Mit Mundart durch den Advent

Von: Angelina Boerger
Letzte Aktualisierung:
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Adventskalender op Öcher Platt: Joachim Schunk, Resi Hellemann, Elke Schunk, Claire Müller, Gert Leuchtenberg, Manfred Birmans und Christel Leuchtenberg (v.l.) stellen das bunte Werk vor. Foto: Harald Krömer

Aachen. „Et es joe verboe, henger de Pööetzjer zu ludre, mer eng Koußprouv soll beij et Chresskenk dörchjoeh.“ Für alteingesessene Aachener kein Problem zu verstehen, aber wie sieht es mit deren Kindern oder gar Enkelkindern aus?

Dass Sprachen und Dialekte aussterben, ist Manfred Birmans, Präsident des Vereins Öcher Platt, bewusst: „Aber wir können einiges dafür tun, dass es sich verlangsamt.“ Deshalb hatte der Verein die Idee, den Spracherhalt mit Hilfe eines „Adventskalenders va dr Öcher Platt“ voranzutreiben. „Unsere Idee war es, die Omas und Opas mit ins Boot zu holen, denn unser Kalender hat Bildchen und Geschichten für Jung und Alt.“ So könne man diesen tollen Dialekt spielerisch an die Kinder weitergeben.

Man hat den Eindruck, mehr Aachen passt kaum auf 42 mal 30 Zentimeter, denn schon auf der Frontseite gibt es einiges zu entdecken. Vom Dom über das Rathaus, zum Elisenbrunnen, zum Salvatorberg und Tivoli bis über die Grenze zu unseren holländischen und belgischen Nachbarn ist alles mit dabei. In feinster Handarbeit haben die Töchter von Manfred Birmans an den Feinheiten des Kalenders gebastelt.

Und auch hinter den Türchen ist was los: Ganz klassisch zieren das Blatt 24 Türchen, hinter denen sich weihnachtliche Begriffe wie „Chreßboum“ (Christbaum) oder „Keäz“ (Kerze) verstecken, aber auch alltägliches wie etwa der Wenkvovel (Lenkdrachen) oder das „Pöppche“ (Puppe).

Zusätzlich befindet sich dort auch ein kurzer Reim, der das Wort in einem oft bekannten Zusammenhang verwendet. Diese sind dann auf der Rückseite des Kalenders erklärt, „auch wenn die Übersetzungshilfen nicht die Poesie und den Klang der Dialektfassung wiedergeben wollen und können.“

Doch ohne die Hilfe des Vereins, der Töchter von Birmans und der Familie Schunk wäre so ein hochwertiges Produkt niemals entstanden. „Wir haben hier wirklich auf Hochtouren gearbeitet. Als das ja vom Schatzmeister kam, haben wir losgelegt, und dass das alles in so kurzer Zeit geklappt hat, liegt an den vielen fleißigen Händen die dazu beigetragen haben.“

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